Das Pfitscher Tal: Die schönste Sackgasse in Südtirols hohen Norden
Beim Wandern richtig viel schaffen, möglichst weit kommen? Am besten bis Venedig? Puh! Wie wäre es, wenn man einfach bleibt? Im Pfitscher Tal, zum Beispiel, dieser Sackgasse gleich nach Sterzing links. Dort landet keiner aus Zufall.

- Das Pfitscher Tal: Im Tal der bleibenden Erinnerungen
- Der Gasthof Stein (1555 m) im Gasthofcheck
- Zwischen grünen Grashängen, hohen Bergen und dem Erbe des Bergbaus
- Die schönste Sackgasse der Welt
- Über den Landshuter Höhenweg zur Europahütte
- Mit dem Brot-Taxi zum Pfitscher-Joch-Haus
- Vom Schmugglerpfad zum Traumpfad
- Sackgassenhumor auf der Rotbachlspitze
- Wanderungen mit Gletscherblick: Touren und Infos Pfitscher Tal
Das Pfitscher Tal: Im Tal der bleibenden Erinnerungen@(zwischenHeadlineTag)>
Es gibt Applaus für jeden, der von München nach Venedig läuft. Nur nicht für die schönen Seitentäler, die man links liegen lässt, während man von der Isar an die Adria hechtet. Mindestens 500 Wanderer marschieren jährlich am so genannten Traumpfad entlang, 550 Kilometer von München nach Venedig. Mit großen Rucksäcken, die verraten, dass sie keine Tagestouristen sind.
Auf der elften Tagesetappe des Fernwanderweges, den der Wolfratshausener Ludwig Graßler in den Siebzigern entwickelte, steigen sie üblicherweise ein paar Hundert Höhenmeter vom Pfitscher Joch ins Tal hinab, bloß um am nächsten Tag durch die Gliderscharte das Pfitscher Tal wieder zu verlassen.
Schade eigentlich. Gäbe es doch hier so viel mehr zu sehen. Man müsste einfach ein paar Tage am Stück hier verbringen, in diesem Tal, das sich hinterm Brenner versteckt. Sich einnisten im Gasthof Stein zwischen ausgestopften Murmeltieren und Häkeldeckchen, um auszuharren an diesem Ort, der nur als Durchgangsstation gedacht war. Um bleiben zu lernen.

Entspannung auf dem Gipfel der Rotbachlspitze. Blick auf die Vordere Weißpitze, Hintere Weißpitze und Hochferner (links).
0 Kommentare
Kommentar schreiben