Vier Tage durch die Nocky Mountains

Der Nockberge Trail: Fernwandern in den Kärntner Nockbergen

Die Kärntner Nockberge bilden gemeinsam mit dem benachbarten Salzburger Lungau den größten Biosphärenpark Österreichs. Der Nockberge-Trail verläuft in acht Etappen vom Katschberg bis zum Millstätter See – und begeistert dabei mit landschaftlichen Schmankerln.

Nocken-Panorama beim Abstieg zur Pregartscharte.
© Timm Humpfer

Der Nockberge Trail: Fernwandern in den Kärntner Nockbergen

Zugegeben, es ist keine Liebe auf den ersten Blick. Das populäre Skigebiet am Katschberg entfaltet seine wahre Schönheit eher im winterlichen Kleid. Nun aber ist Frühsommer. Ich entscheide mich für die Abkürzung und schwebe mit der Seilbahn auf den Aineck hinauf. Auf dem Weg zum Teuerlnock bietet sich mir eine erste Aussicht über die sanften, kuppenförmigen Berge. Die kurze Etappe zum Start der Wanderung verläuft entspannt.

 Durch Almwiesen und Bergwald führt sie bis zur Neuen Bonner Hütte, die sich hinter einer farbenfrohen Blumenwiese an den Waldrand schmiegt. Hüttenwirt Andreas freut sich über die neuentstandene Zielgruppe, die sein Refugium seit einigen Jahren ansteuert: „Der Nockberge-Trail wird sehr gut angenommen. Überraschend viele junge Wanderer sind unterwegs, auch aus Deutschland.“

<p>Durch ein weites Hochmoor geht es in Richtung Gaipahöhe.</p>

Durch ein weites Hochmoor geht es in Richtung Gaipahöhe.

© Timm Humpfer

Am nächsten Morgen treffe ich im Wald nahe der Hütte auf Martin. „Ich komme aus Tschechien, bin zum ersten Mal in Österreich zum Wandern“, erklärt er mir auf Englisch. Der Weg wird steiler und gemeinsam erreichen wir bald da­rauf die Laußnitzhütte. Pittoresk thront sie in der Landschaft – ihre würdevoll gealterten Holzschindeln bilden einen wunderschönen Kontrast zur sattgrünen Wiese, die mit rosafarben leuchtenden Alpenrosen überzogen ist. 

Eine Szene wie aus einem zu kitschig geratenen Heimatfilm. Wir folgen dem schmalen Pfad weiter bergauf und stoßen auf den kleinen Laußnitzsee. An seinem flach abfallenden Ufer mischt sich flauschiges, weißes Wollgras zwischen die bunten Blüten. Martin und ich einigen uns schnell auf eine kurze Pause in diesem Idyll.

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Text von Timm Humpfer

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