Chris Rubens: "Man muss sich die Hände schmutzig machen!"
Er ist wahrscheinlich der umweltfreundlichste Freerider der Welt: Chris Rubens. Seit Jahren verzichtet der Wahl-Kanadier auf Flüge und ernährt sich vegetarisch – vom eigenen Obst und Gemüse! Mit seiner Partnerin Jesse hat er in Revelstoke eine Farm gekauft und vermarktet sein Gemüse lokal. Wir sprachen mit ihm über seine veränderte Lebensphilosophie und auch seinen Film „Farming Turns“.

- Er ist wahrscheinlich der umweltfreundlichste Freerider der Welt: Chris Rubens
- Vom Freerider zum Bio-Bauern
- Freerider im Einsatz für den Klimaschutz
- Chris Rubens: Junger, Vater, Farmer, Freerider
- "Eine Mahlzeit ohne Fleisch war für mich früher keine Mahlzeit."
- "Wir leben am besten Ort der Welt, um Ski zu fahren! Ich muss nicht mehr weg."
- Die Führung eines kohlenstoffärmeren Lebensstils ist eine Chance!
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Anfang diesen Jahres hatte dein Kinofilm „Farming Turns“ in Europa Premiere. Darin geht es auch um deine Lebensphilosophie. Denn du hast dein Leben nach einer tollen Grönland-Ski-Expedition im Jahr 2016 grundlegend verändert. Was war passiert?
Es war eigentlich wie immer. Erst haben wir dort einen tollen Film gedreht, dann stand ich auf der Bühne, um ihn zu vermarkten. Was jedoch anders war, war die Reaktion der Menschen: Sie waren überrascht, wie sich die Berge auf Grönland, dieser riesigen Insel zwischen Nordatlantik und Nordpolarmeer, durch den Klimawandel verändert haben.
In diesem Moment wusste ich: Ich muss etwas machen! Wenn ich aber dieses heikle Thema öffentlich diskutieren wollte, musste ich allen voran bei mir selbst anfangen. Ich wollte unbedingt Taten folgen lassen, statt nur darüber zu reden.
Was war dein oberstes Ziel mit dem Film?
Ich wollte zeigen, dass die Führung eines kohlenstoffärmeren Lebensstils eine Chance ist und nicht das Opfer, für das es viele Menschen halten. Seitdem ich selbst an mir Veränderungen vorgenommen habe, habe ich festgestellt, dass mein Leben erfüllter ist, voller Möglichkeiten – und das in einem besseren Geisteszustand.
Ich glaube auch, dass wir heutzutage in viel Negativität in den Medien versinken, insbesondere in Bezug auf den Klimawandel. Es war schön, so meine Herangehensweise, auch mal eine etwas positivere Geschichte zu erzählen. Ich glaube, das hat geklappt.
Und was hast du selbst bei dir verändert?
Mein erster Schritt war, mein Reiseverhalten drastisch zu reduzieren, mich nur noch vegetarisch zu ernähren. Zur Wahrheit gehört aber auch: Das war nicht einfach. Denn ich war ein großer Fleischesser. Als ich meine Ernährung umstellte, merkte ich jedoch sofort, dass mein Körper sich immer besser anfühlte. Das hörte gar nicht auf. Ich fühlte mich immer stärker.

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