Eine alpine Tausendsassa

Arbeiten am Berg: Übersetzerin und Autorin Ingrid Runggaldier

Die Südtirolerin Ingrid Runggaldier hat viele Rollen: Sie ist Übersetzerin, Publizistin, Redakteurin, Filmemacherin, Autorin – und Alpinhistorikerin. Besondere Aufmerksamkeit erhielt sie für ihre Monografie über Frauen im Alpinismus. Ein Besuch.

Als Übersetzerin in Bozen befasst sich Ingrid Runggaldier überwiegend mit dem Ladinischen, ihrer Muttersprache. 
© Archiv Ingrid Runggaldier

Arbeiten am Berg: Übersetzerin und Autorin Ingrid Runggaldier

"Sprache ist für mich wie ein Spiel: Natürlich gibt es bestimmte Strukturen, aber darin kann man kreativ sein." En passant fällt dieser Satz auf einer kleinen Alpe nahe der berühmten Seceda in den Dolomiten. Wie die nächsten Gesprächsstunden zeigen, bringt er die unterschiedlichen Lebenswelten von Ingrid Runggaldier wohl am besten zum Ausdruck. Die Südtirolerin arbeitet als Übersetzerin, Publizistin, Redakteurin und – auch wenn sie sich selbst nicht so bezeichnet – Alpinhistorikerin.

Als Kind der Berge im Grödnertal aufgewachsen, schätzt die 61-Jährige wenig so sehr wie ihre persönliche Ungebundenheit. Diese Freiheitsliebe spricht aus jedem ihrer Sätze, während sie über ihren Werdegang berichtet und – ganz nebenbei – die Zutaten für das Mittagessen vorbereitet. Nach einem eher zufällig gewählten Studium von Germanistik und Anglistik in Innsbruck – Runggaldier folgte einer Schulkameradin aus Mangel an Vorstellungen über ihre zukünftigen Möglichkeiten – unterrichtete sie zwar einige Jahre, doch die Schullaufbahn erwies sich als ein zu enges Korsett. "Diese Struktur habe ich als sehr einengend und steif erlebt", rekapituliert sie. "Das habe ich nicht ausgehalten."

<p>Ingrid Runggaldier im Porträt.</p>

Ingrid Runggaldier im Porträt.

© Archiv Ingrid Runggaldier
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Text von Lubika Brechtel

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