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Olympiasiegerin, Weltmeisterin, Alpinistin

Laura Dahlmeier: Ein großartiges Bergsteigerleben in Bildern

Laura Dahlmeier bleibt vielen Menschen als Ausnahmeathletin und leidenschaftliche Bergsteigerin in Erinnerung. Ihre Erfolge im Biathlon, ihre Abenteuer im Alpinismus und ihre besondere Nähe zur Natur waren ihr Markenzeichen. Diese Bilder erzählen die Geschichte ihres außergewöhnlichen Lebens.
Olympiasiegerin im Biathlon
© picture alliance/dpa | Pierre Teyssot
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Olympiasiegerin im Biathlon

Laura Dahlmeier zählt zu den erfolgreichsten Biathletinnen der Geschichte. Die Partenkirchnerin gewann bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang Gold im Sprint und in der Verfolgung sowie Bronze im Einzel. Bei Weltmeisterschaften holte sie insgesamt sieben Goldmedaillen – allein fünf davon bei der WM 2017 in Hochfilzen, wo sie als erste Biathletin überhaupt fünf Titel bei einer einzigen Weltmeisterschaft gewann.

Insgesamt feierte Dahlmeier 22 Weltcupsiege, gewann zweimal den Gesamtweltcup (2016/17 und 2017/18) und wurde mehrfach Deutsche Meisterin. 2019 beendete sie im Alter von nur 25 Jahren ihre aktive Biathlon-Karriere – auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs.

ZDF-Expertin
© picture alliance / johapress
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ZDF-Expertin

Nach ihrem Rücktritt vom Leistungssport blieb Laura Dahlmeier dem Biathlon verbunden – nun jedoch abseits der Strecke. Seit 2019 war sie als Expertin für das ZDF im Einsatz und analysierte Rennen, taktische Entscheidungen und sportliche Entwicklungen. Mit ihrer Erfahrung aus dem Weltcup, ihrer ruhigen Art und ihrem tiefen Verständnis für den Sport wurde sie schnell zu einer geschätzten Stimme in der Berichterstattung. Dabei überzeugte sie nicht nur mit Fachwissen, sondern auch mit ihrer Fähigkeit, komplexe Situationen verständlich einzuordnen und Einblick hinter die Kulissen des Sports zu geben.

Eine neue Doku soll das aufarbeiten.

Auf Kurs im Alpinismus
© Laura Dahlmeier
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Auf Kurs im Alpinismus

2021 gelang ihr die Begehung der legendären Vinatzer-Messner-Route an der Marmolada-Südwand in den Dolomiten – einer anspruchsvollen alpinen Kletterroute mit Schwierigkeiten bis zum VII. Grad. Die Route geht auf eine Begehung von Reinhold Messner aus dem Jahr 1968 zurück und zählt zu den Klassikern der Marmolada.

Mit großem Respekt vor der Geschichte der Route stellte sie sich der Herausforderung in der 800 Meter hohen Südwand – und reihte damit einen weiteren bedeutenden Erfolg in ihre noch junge alpinistische Laufbahn ein.

Sieg im Zugspitz Ultratrail
© Philipp Reiter
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Sieg im Zugspitz Ultratrail

Nach ihrer Biathlon-Karriere wandte sich Laura Dahlmeier ihrer zweiten Leidenschaft, dem Bergsport, zu. Auch dort fand sie schnell neue Herausforderungen: 2023 stellte sie sich unter einem Pseudonym beim Zugspitz Ultratrail der anspruchsvollen 100-Kilometer-Distanz (WOMEN100) rund um Deutschlands höchsten Gipfel und bewies erneut ihre außergewöhnliche Ausdauer. Mit einer Zeit von rund 13 Stunden gewann sie das Rennen und zeigte, dass ihr Wettkampfgeist auch abseits des Biathlons ungebrochen war.

Unterwegs mit den Huberbuam
© adidas terrex
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Unterwegs mit den Huberbuam

Gemeinsam mit den Extremkletterern Thomas und Alexander Huber gelang ihr 2021 die Besteigung des Montblanc über den Brouillard-Pfeiler auf der italienischen Südseite des Massivs. Die Seilschaft wählte dabei die selten begangene Bonington-Route, die 1965 vom britischen Alpinisten Chris Bonington erstbegangen wurde.

Die anspruchsvolle alpine Unternehmung führte über Fels, Eis und kombiniert schwieriges Gelände bis zum höchsten Gipfel der Alpen. Für Dahlmeier war die Tour ein weiterer Schritt auf ihrem Weg von der Spitzensportlerin zur ernsthaften Alpinistin.

Staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin
© Laura Dahlmeier
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Staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin

2023 schloss sie nach rund zweieinhalb Jahren intensiver Ausbildung erfolgreich die Prüfung zur staatlich geprüften Berg- und Skiführerin ab. Die Ausbildung umfasste zahlreiche Disziplinen des Bergsports – darunter Alpinklettern, Hochtouren, Skitouren, Eisklettern, Lawinenkunde, Bergrettung und umfangreiche theoretische Inhalte.

Damit schlug Dahlmeier ein neues Kapitel ihrer Berglaufbahn auf: Aus der erfolgreichen Spitzensportlerin wurde eine professionelle Begleiterin am Berg. Sie wollte ihre Erfahrung und Begeisterung weitergeben und andere Menschen bei ihren persönlichen Gipfelzielen unterstützen. Dabei blieb das Führen für sie eine Tätigkeit aus Leidenschaft und sollte nicht allein vom Beruf bestimmt sein.

Erfolgreich im Pamir-Gebirge
© Laura Dahlmeier
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Erfolgreich im Pamir-Gebirge

Abseits der Alpen zog es Laura Dahlmeier auch in die großen Gebirge der Welt. Im Sommer 2023 erreichte sie gemeinsam mit ihrem Bruder Pirmin den Gipfel des 7105 Meter hohen Pik Korschenewskaja in Tadschikistan – einen der bedeutendsten Gipfel des Pamir-Gebirges. Der Berg ist der dritthöchste Gipfel Tadschikistans und zählt zu den klassischen Siebentausendern der Region.

Die Expedition führte die beiden in eine abgelegene Hochgebirgswelt mit langen Zustiegen, extremen Höhenbedingungen und anspruchsvoller Logistik. Für Dahlmeier stand dabei nicht allein der Gipfelerfolg im Mittelpunkt: Die intensive Zeit im Pamir, das gemeinsame Erleben mit ihrem Bruder und die Erfahrungen einer eigenständigen Expedition machten die Reise für sie besonders wertvoll.

Auch Umkehren gehört dazu
© Laura Dahlmeier
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Auch Umkehren gehört dazu

Eine Expedition bedeutet nicht nur Gipfelerfolge – das zeigte Laura Dahlmeier bei ihrer Reise ins Pamir-Gebirge. Gemeinsam mit ihrem Bruder Pirmin hatte sie sich vorgenommen, den Pik Korschenewskaja (7105 m) und den Pik Ismoil Somoni (7495 m) zu besteigen. Während der erste Siebentausender gelang, musste sie den Versuch am zweiten hohen Gipfel aufgrund schwieriger Bedingungen und extremer Kälte abbrechen.

Trotz des verpassten zweiten Gipfels zog Dahlmeier eine positive Bilanz: Für sie bestand der Erfolg einer Expedition nicht allein aus der erreichten Höhe, sondern aus den Erfahrungen – dem Leben im Basislager, dem Kennenlernen einer fremden Kultur und der sicheren Rückkehr. 

Mit Thomas Huber in der Watzmann-Ostwand
© Thomas Huber
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Mit Thomas Huber in der Watzmann-Ostwand

Die heimischen Alpen blieben für Laura Dahlmeier ein wichtiger Teil ihrer alpinen Leidenschaft. Gemeinsam mit Thomas Huber und weiteren Freunden durchstieg sie die legendäre Watzmann-Ostwand in den Berchtesgadener Alpen – eine der berühmtesten und längsten Felswände der Ostalpen. 

Bestzeit an der Ama Dablam
© picture alliance / Zoonar
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Bestzeit an der Ama Dablam

Die Ama Dablam (6812 m) gilt als einer der formschönsten und anspruchsvollsten Gipfel des Himalaja – und wurde 2024 zu einem weiteren Höhepunkt in Laura Dahlmeiers alpinistischer Laufbahn. Nach einer Akklimatisation in Nepal bestieg sie zunächst den Lobuche East (6090 m), bevor sie sich der markanten Pyramide stellte. Nach drei Tagen intensiver Kletterei erreichte sie den Gipfel über die Normalroute. Nur wenige Tage später gelang Dahlmeier ein besonderer Erfolg: Bei einem zweiten Anlauf bestieg sie die Ama Dablam solo in neuer Frauenbestzeit. 

In der Eiger-Nordwand
© picture alliance / imageBROKER
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In der Eiger-Nordwand

Nur wenige Monate vor ihrem Tod stellte sich Laura Dahlmeier wiederum einer der berühmtesten Herausforderungen des Alpinismus: Gemeinsam mit ihrem Seilpartner Manuel Oberarzbacher gelang ihr im Frühjahr 2025 die Durchsteigung der legendären Heckmair-Route durch die Eiger-Nordwand. Die rund 1800 Meter hohe "Wand der Wände" zählt zu den großen Mythen der Alpen.

"Ohne Berge könnte ich nicht leben"
© Julian Bückers
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"Ohne Berge könnte ich nicht leben"

Ihre tiefe Verbundenheit mit den Bergen beschrieb Laura Dahlmeier in mehreren Interviews mit ALPIN eindrucksvoll. Sie sprach über den Alpinismus als wichtigen Teil ihres Lebens, über ihre Ausbildung zur Berg- und Skiführerin und über eine neue Perspektive auf das Unterwegssein am Berg: Nicht allein Leistung und Gipfel zählten, sondern vor allem die gemeinsame Zeit, die Natur und das Erlebnis. "Ohne Berge könnte ich nicht leben" – dieser Satz steht für ihre Leidenschaft und ihre besondere Beziehung zu den Bergen.

Im Juli 2025 wurde diese Leidenschaft auf tragische Weise zum letzten Kapitel ihres Lebens. Bei einer Expedition am Laila Peak im pakistanischen Karakorum wurde Laura Dahlmeier beim Abstieg auf rund 5700 Metern Höhe von Steinschlag getroffen und verunglückte tödlich. Die erfahrene Alpinistin wurde 31 Jahre alt. Ihr Tod löste in der Berg- und Sportwelt große Anteilnahme aus – in Erinnerung bleibt sie als außergewöhnliche Athletin und als Mensch, der die Berge mit großer Begeisterung, Demut und Respekt lebte.

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