Auf- und Abstieg in nur 7 Stunden und 25 Minuten

Streaming-Tipp: Hillary Gerardis Rekordsprint am Montblanc

Am 17. Juni 2023 war die US-Amerikanerin Hillary Gerardi um 2 Uhr morgens an der Kirche von Chamonix gestartet. Ihr Ziel: Eine Speedbegehung des Montblanc. 7 Stunden und 25 Minuten später war die Profi-Trailrunnerin zurück am Ausgangspunkt, nachdem sie eine Strecke von 32,67 km und 3877 Höhenmeter bewältigt hatte. Jetzt kann man den Rekord im Stream nachverfolgen.

Mont Blanc: Hillary Gerardi stellt neuen Zeit-Rekord auf
© Dan Patitucci

24. Juni 2025 | Streaming-Tipp: Hillary Gerardis Rekordsprint am Montblanc

Am 17. Juni 2023 holte sich die Athletin Hillary Gerardi die begehrte Frauen-FKT am Montblanc. Dieser Meilenstein wurde von Davina und Seb Montaz-Rosset in einem jahrelangen Projekt dokumentiert, das nun in dem Film "Always Alive" veröffentlicht wurde. Der Dokumentarfilm begleitet nicht nur Hillarys Auf- und Abstieg, sondern setzte sich auch mit den komplexen Zusammenhänge des Projekts auseinander: der Klimakrise.

"Der Klimawandel verändert die Jahreszeiten in den Bergen und macht es immer schwieriger vorherzusagen, wann es gute Bedingungen und Wetterfenster geben wird", erklärte Hillary in einem Interview mit Runner's World. Das Team die Bestzeit genutzt, um das Thema in den Vordergrund zu rücken, nicht nur in den Alpen sondern auch aus einer globalen Perspektive.

Hier könnt ihr euch den ganzen Film direkt ansehen:

20. Juni 2023 | Montblanc: Hillary Gerardi stellt neuen Sommer-Rekord am Montblanc auf

Die bis dato beste Zeit hatte 2018 Emelie Forsberg mit 7 Stunden, 53 Minuten und 12 Sekunden über die klassische Route (Grands Mulets) aufgestellt. Gerardi entschied sich für den Nordgrat, der zwar steiler, aber dafür weniger von Seracs gefährdet ist. Später wechselte die Profi-Trailrunnerin auf den Normalweg über den Bosses-Grat.

"Ich bin überglücklich und überrascht, den Rekord auf dieser alternativen Route gebrochen zu haben. Wir hatten viel Wind auf dem Gipfel, aber ich bin fast 20 Minuten vor der Zeit angekommen. Der Abstieg war etwas langsamer als erwartet, wegen der Schneeverhältnisse. Ich bin sehr froh, denn ich habe bewiesen, dass diese alternative Route, die mehr Ausrüstung erfordert und länger zu sein scheint, keine Leistungseinbußen bedeutet," berichtet die Alpinistin nach ihrer Rückkehr.

Hillary startete zusammen mit weiteren Athletinnen, darunter Valentine Fabre und die südafrikanische Trailläuferin Meg Mackenzie. Mit ihrer Leistung will die Trailrunnering auch auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam machen.

Wer ist Hillary Gerardi?

Ursprünglich aus Vermont (USA), lebt Hillary Gerardi heute im Chamonix-Tal und ist Athletin bei Black Diamond. Als passionierte Alpinistin begann sie 2017 professionell mit dem Trailrunning.

<p>Hillary Gerardi im Portrait.</p>

Hillary Gerardi im Portrait.

© Christian Adam

Bereits 2018 nahm ihre Lauf-Karriere Fahrt auf, als sie jeweils den ersten Platz in drei der schwierigsten Rennen ihrer Disziplin gewann: Trofeo Kima (Italien), Tromso Skyrace (Norwegen) und Glencoe Skyline (Schottland).

3 Kommentare

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Bruno

Nun ja, eine Leistung ist das schon, aber wenn man aus Amerika bzw. Südafrika etc. einfliegt, um auf einen menschengemachten Klimawandel hinzuweisen, wirkt das, nett gesagt, etwas suspekt. Und ein gutes Wetterfenster oder Bedingungen für so eine Aktion vorherzusagen, dürfte eh in den Bergen nicht so einfach sein, oder meint sie, daß es früher so war, daß es 4 Monate am Stück nur schneit, dann 4 Monate am Stück regnet und 4 Monate am Stück die Sonne scheint? Komische Aussage. Aber sicherlich hatte sie schöne Naturerlebnisse am Berg, wobei mich da auch das Gefühl beschleicht, der MB diente ihr als "super Background for my massage", Bruno

Weisshorn

Was hat diese sportliche Leistung mit Klimawandel zu tun? Genauso könnte sie mit ihrem run auf die Gefährdung der Gelbbauchunke in Deutschland hinweisen ....
Muss alles immer einen tieferen Sinn haben?
Ich glaube, die junge Dame wollte "nur" eine flotte Tour machen. War sie auf dem Gletscher angeseilt? Macht man beim Trailrunnen wohl eher nicht. Hatte sie Wechselkleidung dabei? Vermutlich wechselt das Wetter nicht so schnell, wie sie läuft ...

Hari1004

Respekt ??