54-Jährige und elfjährige Tochter von Lawine getötet@(zwischenHeadlineTag)>
Bei dem Lawinenabgang am 03. Januar 2018 kamen eine 45-jährige Frau aus Deutschland und ihre elfjährigen Tochter auf der Haider Alm im Südtiroler Vinschgau ums Leben. Sie waren als Mitglieder einer Skitourengruppe aus Baden Württemberg unterwegs und hatten die gesicherte Piste verlassen.
Auf rund 2600 Meter Höhe musste die Gruppe ein steiles Teilstück bewältigen. Nachdem der letzte Fahrer die Stelle passiert hatte, löste sich ein rund 150 Meter breites Schneebrett. Sechs Gruppenmitgliedern gelang es, sich in einem nahen Waldstück vor den Schneemassen in Sicherheit zu bringen.
Mutter und Tochter wurden von den Schneemassen rund einen Meter tief verschüttet. Die Elfjährige starb noch am Unfallort, ihre Mutter erlag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.
Vater, Mutter und Tochter waren dabei nicht mit der entsprechenden Ausrüstung aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde ausgerüstet. Es herrschte damals Lawinenwarnstufe 3 von 5 ("erheblich")
Mitverantwortung für den Lawinenabgang geprüft@(zwischenHeadlineTag)>
Die italienischen Behörden starteten ein Beweissicherungsverfahren, um eine eventuelle Mitverantwortung eines oder mehrere Mitglieder der Skitourengruppe für den Lawinenabgang zu prüfen. Ob sich das Schneebrett spontan gelöst hatte oder durch andere Skifahrer ausgelöst worden war, konnte auch der Amtssachverständige, ein Glaziologe, nicht abschließend klären. Jedoch befand der Experte, dass es angesichts der Gegebenheiten bei erheblicher Lawinengefahr am Unglückstag unvorsichtig gewesen sei, die Tour zu unternehmen.
In Italien ist das Auslösen einer Lawine eine Straftat. Die Gruppe wurde dementsprechend von der Stattsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Drei Männer und eine Frau wurden nun zu je eineinhalb Jahren Haft verurteilt, der Familienvater zu einem Jahr und zwei Monaten. Sie hätten trotz der Lawinengefahr und ohne Sicherheitsausrüstung die sichere Piste verlassen und sich so unnötig in Lebensgefahr gebracht, berichtet die "Südtiroler Tageszeitung". Die Urteile sind vorerst nicht rechtskräftig.


2 Kommentare
Kommentar schreibenDas ist alles sehr tragisch und leider immer wieder der Fall, dass man sich außerhalb der gesicherten Piste bewegen muss und das mit Familie, verstehe ich allerdings nicht!
Ich frage mich warum das bei uns nicht so ist. Wenn ein Ehemann seine eigene Ehefrau so in Gefahr bringt und sein Kind dann kann man nur den Kopf schütteln Punkt er ist ja gestraft genug aber trotzdem.