Zwei Vermisste in der Adamello-Gruppe: Das ist passiert
Die beiden Bergsteiger aus London befanden sich um den Jahreswechsel auf Skitour in der Adamellogruppe. Die letzte gesicherte Information über den Verbleib der Männer war ein Biwak am Fuß der Südwand des Monte Carè Alto. Nachdem die 35 und 36 Jahre alten Alpinisten am 06. Januar ihren Rückflug versäumt hatten, alarmierten Angehörige die Bergrettung im Trentino.
Beide waren nach einem letzten Lebenszeichen am 1. Januar nicht mehr über ihre Mobiltelefone erreichbar gewesen. Als die Angehörigen schließlich die Rettung alarmierten, waren die Mobiltelefone beider Männer abgeschaltet. Bei der umgehend eingeleiteten Suchaktion wurde zunächst der zu einer Art "Basecamp" ausgebaute Biwakplatz gefunden.
Aufgrund widrigster Wetterbedingungen und gefährlicher Lawinensituation musste die Rettung mehrfach ab- und unterbrochen werden. Doch das Großaufgebot der Rettungskräfte startete immer wieder neue Anläufe, bei denen zunächst Ausrüstungs- und persönliche Gegenstände der Vermissten gefunden wurden.
Vermisster Bergsteiger tot geborgen: Suche nach Freund dauert an
Am zurückliegenden Samstag (11. Januar 2025) entdeckten die Einsatzkräfte schließlich die schneebdeckte Leiche eines der beiden Männer auf etwa 2600 Metern Höhe. Nach dem zweiten Alpinisten wird auf Hochtouren mittels Hubschraubern und Drohnen gesucht. Auch Spürhunde waren im Einsatz. Zwischenzeitlich waren laut Bericht der Bergrettung über 140 Personen an der Suche beteiligt.

Das Suchgebiet an der Südwand des Monte Carè Alto.
So schilderte die lokale Bergrettung die großangelegte Suchaktion am vergangenenn Wochenende:
"Den ganzen Tag über gruben die Einsatzkräfte mit Schaufeln auf einer Fläche von etwa 5.500 Quadratmetern, wobei der Schnee an den Stellen, an denen sich windgepeitschter Schnee ansammelte, eine Höhe von fünfzig Zentimetern bis fast zwei Meter erreichte. Darüber hinaus stieg ein Retterteam zu Fuß in Richtung Tal ab und verfolgte die von den Mobiltelefonen der beiden Bergsteiger aufgezeichnete Route von Bocca di Conca bis zum Biwak Malga Dosson, wo die Rucksäcke gefunden wurden".
Zwischenzeitlich musste die Suche aufgrund der Lawinengefahr erneut unterbrochen werden. Für den 35-Jährigen besteht kaum noch eine Überlebenschance.
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