Skitourengeher löst bei Einfahrt in Hang Lawine aus
Gegen 13:50 Uhr hatte der 63-Jährige seine Gruppe auf einer Seehöhe von etwa 2.770 Metern angewiesen, anzuhalten. Er beabsichtigte, als Erster in den Südosthang einzufahren und die weiteren Teilnehmer einzeln nachfolgen zu lassen.
Bereits nach wenigen Metern Fahrt löste sich ein Schneebrett, das sich über fast die gesamte Breite des Hangs erstreckte. Der Skitourengeher wurde von den Schneemassen mitgerissen und vollständig verschüttet.
Skitourengruppe kann Verschütteten aus zwei Metern Tiefe retten
Die Mitglieder der Skitourengruppe begannen umgehend mit der Suche. Mithilfe eines LVS-Geräts konnte der Verunglückte lokalisiert und durch einen Sondentreffer in einer Verschüttungstiefe von etwa 2,5 Metern geortet werden. Er wurde von seinen Begleitern ausgegraben und erstversorgt.
Nach der medizinischen Erstversorgung am Lawinenkegel wurde der Verunglückte mit Verletzungen unbestimmten Grades per Rettungshelikopter in das Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen. Im Einsatz standen zwei Notarzthubschrauber, der Polizeihubschrauber sowie Hundeführer der Bergrettungen Prägraten, Defereggental und Sillian. Zudem waren die Alpinpolizei sowie eine Polizeistreife vor Ort.
In dem Gebiet herrschte zu dem Zeitpunkt wie in weiten Teilen Tirols Lawinenwarnstufe 3 auf der fünfstufigen Skala, also erhebliche Gefahr. Bei dieser Warnstufe ereignen sich die meisten Lawinenunfälle.
Die Skitour auf das Kauschkahorn
Die Skitour auf das Kauschkahorn führt in rund vier Stunden von St. Jakob in Defereggen auf den Gipfel. Sie gilt als skitechnisch mittelschwierig, ist je nach Verhältnissen mitunter lawinengefährdet.



0 Kommentare
Kommentar schreiben