Rettungseinsatz am gesperrten Klettersteig

Drachenwand-Klettersteig: Alpineinsatz trotz Wintersperre

Ein 63-jähriger Bergsteiger aus Salzburg stieg am 9. Februar 2025 um etwa 11:30 Uhr über den aktuell gesperrten Klettersteig zum Gipfel der Drachenwand auf. Anschließend wollte er mit einem mitgeführten Seil über die Abseilpiste abseilen. Sein Seil verhing sich, die Rettung des blockierten Klettersteiggehers erfolgte schließlich per Helikopter.

Rettungshelikopter im Einsatz (Symbolbild)
© picture alliance / blickwinkel / E. Teister

Blockiert in Abseilstrecke: Rettung per Helikopter

Nach Polizeiangaben stieg der 63-jährige Bergsteiger aus Salzburg über den Klettersteig zum Gipfel der Drachenwand auf. Anschließend wollte er mit einem mitgeführten Seil über die Abseilpiste abseilen, wobei er nach der ersten Seillänge nicht mehr weiterkonnte. Offenbar verhing sich das Seil über ihm, weswegen er es nicht mehr abziehen konnte.

In der Folge setzte er mit seinem Handy einen Notruf ab. Eine Mannschaft des Bergrettungsdienstes Mondsee stieg zu ihm auf. Er konnte um 14:55 Uhr vom Team des Polizeihubschraubers "Libelle Golf" aus Linz mittels Taurettung am variablen Tau (etwa 60 Meter) unverletzt gerettet werden.

Drachenwand-Klettersteig: Von 01. November bis 01. Mai gesperrt!

Der Drachenwand-Klettersteig am Mondsee ist wegen seiner spektakulären Kulisse, seiner niedrigen Lage und dem eher kurzen Zustieg sehr beliebt. Die schwierigere Variante (C/D) kann über eine luftige Seilbrücke (C) umgangen werden. Der 560 Meter lange Steig sollte nicht unterschätzt werden. An Schönwettertagen kommt es häufig zu Stau und immer wieder geschehen auch teils tödliche Unfällen im Klettersteig.

Für den Klettersteig und den nahen Wanderweg gilt von 1. November bis 1. Mai. eine Wintersperre. Grund für die Wintersperre sind diverse Einsätze in der Vergangenheit, bei der die Bergrettung Ausflügler bei winterlichen Verhältnissen von der Drachenwand retten musste. 

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2 Kommentare

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Pippo

Den Weg wusste er, sein Seil habe sich verhakt!

Irmgard von Oesen

Man sollte sich einen Alpenführer buchen. Dieser kennt den sicheren Weg, kann Gefahren ein schätzen