Lawinenabgang am Gamskarkogel: Das ist passiert
Kurz vor 14:30 Uhr ging bei der Bergrettung Salzburg eine Lawinenmeldung aus dem Gipfelbereich des Gamskarkogels in der Ankogelgruppe ein. Der Anrufer hatte "etwas Schwarzes" in den Schneemassen beobachtet, war jedoch nach seiner Meldung aufgrund des schlechten Mobilfunkempfangs für die Einsatzkräfte nicht mehr erreichbar.
Deshalb startete die Bergrettung mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften, Helikoptern und Lawinensuchhunden ins beschriebene Gebiet. "Die Situation war unklar. Der Handyempfang in diesem Gebiet ist sehr schlecht und wir wussten nicht, wo genau die Lawine abgegangen war", beschreibt Gerhard Kremser, Pongauer Bezirksleiter der Bergrettung, die Ausgangslage.
Schließlich konnte das Hubschrauberteam den Lawinenkegel auf etwa 2200 Metern lokalisieren. Im Anschluss wurden Hundeführer an Borden genommen und zu den Ausläufern der Lawine geflogen, wo sie umgehend mit der Suche begannen. Zeitgleich suchten Bergretter auch per LVS nach möglichen Verschütteten, es wurde jedoch niemand gefunden.
Nach einiger Zeit meldete sich der Verursacher der Lawine bei den Rettern, als er im Tal wieder Mobilfunkempfang hatte und gab Entwarnung. Der Einsatz war um 16.30 Uhr beendet. Im Einsatz standen neben den zwei Hubschrauberteams vier Hundeführer der Bergrettung und 26 Bergretter aus Bad Hofgastein, Großarl und Hüttschlag.
Über die Skitour auf den Gamskarkogel
Auf den 2467 Meter hohen Gamskarkogel in der Ankogelgruppe führt eine beliebte Skitour zwischen Gasteiner- und Großarltal. Aufgrund seiner Lage zwischen den beiden Tälern gibt es mehrere Aufstiegsrouten zum Gipfel, die jedoch allesamt konditionell fordern. Besonders im Frühjahr ist der Berg wegen des feinen Firns gut besucht. Abfahrt meist entlang der jeweiligen Aufstiegsroute. Die am Gipfel liegende Gamskarkogelhütte ist im Sommer bewirtschaftet.
Kein Mobilfunkempfang auf Tour: Wie alarmiere ich die Rettung?
Nicht überall hat man Handy-Empfang. Wie aber lässt sich ohne Handy Hilfe verständigen? Per Satellitentelefon oder -tracker sowie über spezielle Notrufsender. In diesem Beitrag haben wir alle Infos für euch zusammengefasst:



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