Weitere Einsätze in der Venedigergruppe und in der Wildschönau

30-Meter-Sturz in Gletscherspalte: Notruf vom Pitztaler Gletscher

Am Pitztaler Gletscher, in der Wildschönau sowie in der Venedigergruppe gerieten in den vergangenen Tagen mehrere Wintersportler in alpine Notlagen. Alle Personen konnten gerettet werden.

Blick von der Bergstation des Tiefenbachgletschers ins Pitztaler Gletscherskigebiet. SYMBOLBILD das keine aktuellen Verhältnisse zeigt.
© picture alliance, imageBROKER, Hans-Werner Rodrian

Bergung am Pitztaler Gletscher: Skifahrer stürzt in Gletscherspalte

Ein 23-jähriger Pole war am 28. Februar 2025 gegen 10:15 Uhr am Pitztaler Gletscher in eine Gletscherspalte gestürzt. Der Skifahrer hatte sich von der markierten Piste entfernt, um nach einem Gegenstand zu suchen, den er am Vortag in unmittelbarer Nähe im organisierten Skiraum verloren hatte. Trotz deutlicher Warnschilder, betrat er zu Fuß den freien Skiraum und brach etwa zehn Meter neben der durch die Schneedecke ein.

Der Mann erlitt bei dem folgenden 30-Meter-Sturz in die Spalte leichte Verletzungen. Et konnte jedoch seine Mutter anrufen, die wiederum den Notruf absetzte. Die Bergrettung Innerpitztal barg den Verunglückten, bevor er mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus Zams geflogen wurde.

Bergrettungseinsatz in der Wildschönau: Brüder in alpiner Notlage

Am Nachmittag des 27. Februar 2025 gerieten zwei Brüder aus Tschechien (21 und 17 Jahre alt) im Skigebiet in der Wildschönau in eine alpine Notlage. Auf der späten Talabfahrt war die Verbindungssesselbahn bereits außer Betrieb, weshalb sie sich per Handy zur nächsten Mittelstation navigieren wollten.

Der Weg führte sie jedoch in steiles Gelände, wo sie schließlich aufgrund des Gefälles und einsetzender Dämmerung nicht mehr weiterkamen und den Notruf absetzten. Die Bergrettung Auffach konnte die unverletzten Brüder trotz widriger Wetterbedingungen sicher bergen.

Erschöpfter Schneeschuhwanderer in Osttirol gerettet

Ein 53-jähriger Niederländer musste am 27. Februar 2025 von seiner Schneeschuhwanderung in der Venediger-Gruppe in Osttirol gerettet werden. Starker Schneefall, schlechte Sicht und Erschöpfung zwangen den Mann, einen Notruf abzusetzen. Die Bergrettung Prägraten erreichte den unverletzten, aber erschöpften Wanderer mittels Seilbahn und Ski und brachte ihn aufgrund der Witterung in eine nahegelegene Hütte. Am Folgetag wurde er sicher ins Tal begleitet.

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