Beobachtet auch die Sektion München mehr Beschädigungen? Und wer kümmert sich ums Aufräumen?
Laut unseren Pächterinnen und Pächtern nimmt zu, dass die Winterräume nicht ordnungsgemäß verlassen werden. Viel Müll und Dreck bleiben liegen, alles Mögliche wird verbrannt. Wenn kein Holz mehr verfügbar ist, sogar die Einrichtung. Zuletzt waren von unseren fünf Häusern mit Winterraum Knorrhütte und Reintalangerhütte betroffen.
Für das Beseitigen der Verunreinigung müssen die Pächter selbst aufkommen, Sachschäden beheben wir. Über die Hüttenfürsorge des DAV können Sektionen bei "schuldhaft herbeigeführten Schäden" eine Beihilfe beantragen.

Feuerholz für den Winterraum ist eine knappe Ressource. Der Holzvorrat füllt sich nicht von selbst wieder auf. Bitte sparsam umgehen, und am besten auch Holz selbst mitbringen!
Werden denn die Übernachtungsgebühren bezahlt?
Leider werden die Beträge nicht immer beglichen. Es wurden auch schon die Kassen in den Winterräumen aufgebrochen und das Geld geklaut. Selten überweisen die Gäste uns etwas im Nachgang, wenn sie kein Bargeld dabei hatten. Diese geringen Summen geben wir aber selbstverständlich an die Pächterinnen und Pächter für den Mehraufwand und die Bereitstellung von Holz weiter.
Ist das Winterraumkonzept in euren Augen noch zeitgemäß?
In den AV-Richtlinien und der Hüttenordnung ist verankert, dass Hütten der Kategorie I einen Winterraum haben müssen, Häuser der Kategorie II "wenn erforderlich". Die Räume bieten in Notsituationen Schutz und sind wichtige Stützpunkte für lange Touren. Wir als Sektion sind deshalb der Meinung, dass die Winterräume auch weiterhin zur Verfügung stehen sollten.
Schade ist es aber, wenn die als Notunterkünfte angedachten Schutzorte zerstört, zweckentfremdet oder als "Partyräume" missbraucht werden.
Winterraum-Knigge: Die drei wichtigsten Regeln@(zwischenHeadlineTag)>
Müll mitnehmen und aufräumen.
Sparsam mit Holz umgehen.
Gebühr bezahlen.
Geballtes Wissen zum Übernachten in Winterräumen@(zwischenHeadlineTag)>
Längere Herbsttouren, mehrtägige Skitouren und winterliche Durchquerungen: Das ist nur möglich, wenn man unterwegs übernachten kann. Die meisten Alpenvereins- und Berghütten schließen jedoch im Sptäjahr. Winterräume sind hier die Lösung. Doch: Wie plane ich eine Tour mit Übernachtung im Winterraum? Brauche ich für den Winterraum einen Schlüssel? Und, was muss ich bei einer Winterraumtour alles einpacken? Wir verraten es euch:


9 Kommentare
Kommentar schreibenServus Mike , Ich bin so ein "böser" sogenannter "Proletarier" , oder "Proll" d.h. ich hab nicht studiert, ich trinke auch ganz gerne dann und wann und trotzdem hab ich früher die Winterräume nicht als Saustall verlassen. Viele der neuen Bergbegeisterten die eben diese Sauställe hinterlassen sind Akademiker , die halt einen Ausgleich zu ihrem körperlich nicht fordernden Büroalltag suchen. Mittels Selfiewahn, Foto-Yoga-
Posen und "krasse Leistung" Kommentaren versucht man das kalkulierte "Abenteuer" zurück ins Leben zu holen was man beim öden Büroalltag nicht hat. Genau solche Leute haben weder Anstand noch Respekt vor Natur oder Anderen und genau diese versauen auch die Winterräume.
Eine Lösung wäre, im Herbst bis zum Zuschneien eine situationsangepasste Wochenendbewirtschaftung. Genau das ist die Zeit, wo die Partytouristen die Winterräume füllen. Getränkeverkauf und Kassieren der Übernachtungsgebühr würde reichen.
Wenn man in einem guten Winterraum übernachtet, so sollte man bei alpenvereinaktiv und bei Google eine postive Bewertung hinterlassen, um Wirt und Sektion die Wertschätzung zu zeigen.
Wurde ein Winterraum geschlossen, dann bitte eine Negativbewertung. Eine Hütte, die in 8 oder 0 Monate geschlossen ist, erfüllt ihren zweck nicht und kann nicht positiv berwertet werden, selbst wenn im Sommer alles passt.
https://freieberge.wordpress.com/2024/11/19/was-wenn-der-winterraum-schliesst/
Man darf gespannt sein, ob alpin.de über diesen Skandal eines "Flex-Anschlages" an einem österreichischen Klettersteig berichtet, wo ein Herr Kickl als einer der Erstbegeher ran durfte. Ich gehe jede Wette ein, darüber berichtet ihr nicht. Ich lasse mich wie immer sehr gerne eines Besseren belehren.
Nachdem die in der Coronazeit durchgeführten Kontrollen bzgl. Wegesperrungen ja bekanntlich weggefallen sind, könnte man nun die Aplinpolizisten zu den Winterräumen schicken. Somit Kontrolle und vorgeschriebenes Konditionstraining in einer Aktion. Wenn bekannt, dass eine Kontrolle jederzeit auftauchen kann...
Meine Vorfahren waren 1900+ rum sehr viel in den Alpen unterwegs, sie haben all ihren Müll wieder mit nach unten genommen, selbst die Kinder haben ihr Zeug wieder runtergeschleppt. Hier wie bei den Unbelehrbaren die nicht umkehren können und dann die Bergwacht unnötig belasten ist das auch eine Art Vollkaskomentalität, a la "hinter mir wird schon jemand meinen Dreck aufräumen". Schade, dass Eigenverantwortung heute je jünger die Leute sind immer weniger ausgeprägt ist und dann kriegt man solche Zustände.
Beim SAC wurden u.A. aus diesen Gründen, viele Winterräume auf's Notwendigste reduziert! Die Leute sehen immer alles als selbstverständlich an...und wenn das Gas leer ist, oder das Holz verbraucht, dann wird eben das Inventar verbrannt!?? Und...zum Schluss hinterlässt man einen Müllberg, anstelle von ein paar Franken in der Hüttenkasse Habe ich erst vor kurzem mit ansehen müssen, als ich selbst Schutz in einer Hütte suchte. Leider waren die Übeltäter bereits über alle Berge.
Habe auch einen Winterraum mit kleiner Kochstelle nach Winerwintersaison geputzt, es war nur grauslich, schimmelndes Essen, überall Essensreste, Besteck, Geschirr und Töpfe, verdreckt und angekokelt, der Müll war da im Verhältnis noch harmlos. Die Lager zerwühlt und voll mit Brösel, die Decken versaut, nichts war da mehr einladend.
Furchtbar rücksichtslos!
Am Schluss alle Hütten Verschlossen ! dann muss ich dann ein Zelt kaufen Kocher und alles - - Der Rucksack wird dann viel schwerer , ob ich das in meinem fortgeschrittenen Alter noch mache? Das heisst, ich werde von den Bergen ausgeschlossen (Wintersaison)
Früher als Bergsport noch gewissermaßen elitärer war, gab es so etwas einfach nicht. Auch später, als Akademiker, Lehrer, Naturfreunde zum Bergsport kamen gab es so etwas einfach nicht. Je breiter die Massen zum Bergsport kommen, desto mehr Tote und mehr Müll und mehr fehlender Anstand.