Aufstieg zu gefährlich für Rettungskräfte@(zwischenHeadlineTag)>
Die Lawine ging am frühen Nachmittag im Bereich des "Hauslabkogels" (3402 m) ab. Andere Tourengeher konnten den Verschütteten schnell aus den Schneemassen befreien. Trotz schlechter Netzverbindung gelang es dem Mann, selbst die Leitstelle zu alarmieren und Schmerzen in Schulter und Becken zu melden, berichtete Simon Scheiber von der Bergrettung Sölden.
Da die Lawinensituation zwischen Vent und der Martin-Busch-Hütte zu gefährlich war, griff man zu einer unkonventionellen Lösung: Der Wirt der Alpenvereinshütte konnte spontan eine Gruppe aus erfahrenen Bergsteigern zusammenstellen. Fünf Alpinisten – drei Franzosen und zwei Deutsche – stiegen rund 400 Höhenmeter auf, um dem Verletzten zu helfen. Mit einem Akja transportierten sie ihn sicher zur Hütte, wo ein anwesender Arzt die Erstversorgung übernahm.
Der Verletzte verbrachte die Nacht auf der Hütte. Sobald es die Wetterverhältnisse zulassen, wird er per Hubschrauber ins Tal gebracht. Der Mann erlitt nur leichte Verletzungen.
Martin-Busch-Hütte: beliebter Stützpunkt für Skitourengeher@(zwischenHeadlineTag)>
Die auf 2501 Metern gelegene Martin-Busch-Hütte ist eine beliebte Unterkunft für Skitourengeher und dient als Ausgangspunkt für viele hochalpine Touren, darunter Similaun, Saykogel, Hintere Schwärze oder die Fineilspitze. Lawinengefährdet ist vor Allem der Aufstieg von Vent zur Martin-Busch-Hütte. Hier muss ein oftmals brisanter Lawinenstrich gequert werden.
Im letzten April wurden hier bei einem Lawinenabgang drei Personen verschüttet, die nicht mehr gerettet werden konnten.


1 Kommentar
Kommentar schreibenRespekt, tolle Aktion!
Besonders bei der um sich greifenden "Vollkaskomentalität".