Rettung in letzter Minute per nachtflugtauglichem Helikopter

"Unbeschreibliches Glück": Blockierte Kletterer am Großen Häuselhorn gerettet

Winterliche Verhältnisse verhindern nach dem Gipfelerfolg zweier Kletterer am Großen Häuselhorn den Abstieg zur Abseilpiste. Die Rettung kam per nachtflugtauglichem Helikopter. Leicht bekleidet und ohne Notfallausrüstung hätten die Kletterer eine Nacht am Berg wohl nicht überlebt. "Die beiden Bergsteiger hatten unbeschreibliches Glück", schätzt Einsatzleiter Jörg Hackinger die Situation ein.

Rettungshelikopter im Einsatz (Symbolbild)
© IMAGO / Eibner Europ

Blockierte Kletterer oberhalb der Reiter Alm

Bereits am vergangenen Samstag (22. März 2025) stiegen nach Angaben der Bergrettung Unken zwei junge Bergsteiger (25 und 35 Jahre) aus dem Landkreis Traunstein in die Häuslhorn Südwand (12 SL, 5 obligat) ein. Das Große Häuslhorn ist der zweithöchste Berg der Reiter Alm. Den Gipfel erreichten die beiden um 17:30 Uhr.

Die winterlichen Verhältnisse am Gipfel verhinderten den Abstieg zur Abseilpiste. Einer der Kletterer rief direkt bei der Bergrettung Unken an und schilderte die Notlage. Die verständigte Leitstelle des Roten Kreuzes alarmierte daraufhin den Polizeihubschrauber "Libelle". Dieser konnte die Seilschaft zwar orten, aber aufgrund der einbrechenden Dämmerung nicht mehr vom Gipfel retten.

Dämmerung und Wind erschweren Rettung

Eine terrestrische Bergung durch die Bergrettung war nicht möglich. Die Einsatzleitung der Bergrettung Unken konnte in weiterer Folge einen nachtflugtauglichen Hubschrauber über die Leitstelle anfordern. Der RK1 (Standort Fresach/Kärnten) erreichte den Gipfel um etwa 20:40 Uhr. Die Bergung gestaltete sich aufgrund von Windböen im Gipfelbereich als äußerst schwierig. Mit einem 90 Meter Tau konnten die beiden in weiterer Folge geborgen und zum Landeplatz geflogen werden. Im Einsatz standen neben vier Bergretter aus Unken zwei Polizisten.

"Die beiden Bergsteiger hatten unbeschreibliches Glück", so Einsatzleiter Jörg Hackinger in einer Pressemitteilung. "Ausgerüstet lediglich mit Kletterbekleidung und ohne weiterer Notfallausrüstung wäre die Nacht im Gipfelbereich sehr kritisch geworden."

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