Der hinsichtlich der Schneemengen unterdurchschnittliche Winter hat in den vergangenen Tagen nochmals an Fahrt aufgenommen. In weiten Teilen der Alpen gab es nenennswerte Neuschneemengen. Au der Zugspitze fielen laut Lawinenwarndienst Bayern in den vergangenen 24 Stunden (Stand 31.03.2025, 09:40 Uhr) 24 Zentimeter Schnee. In Tirol kamen in höheren Lagen verbreitet 30 bis 50 Zentimeter Schnee, lokal auch mehr. Und es schneit aktuell munter weiter ...
An sich ein Grund zur Freude für Skitouren-Freunde und andere Wintersportlerinnen und Wintersportler. Die Kehrseite der Medaille ist eine aktuell angespannte Lawinensituation.
Bayerns Alpen: Erhebliche Lawinengefahr oberhalb der Baumgrenze@(zwischenHeadlineTag)>
Der Lawinendienst Bayern meldet in seinem täglichen Lagebericht (hier vollständig abrufbar) für Montag, den 31. März (gültig bis 17:00 Uhr!) oberhalb der Baumgrenze eine erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3 von 5). Wörtlich heißt es in dem Bericht:
"Oberhalb der Waldgrenze ist die Lawinengefahr erheblich, unterhalb davon mäßig. Triebschnee ist das Hauptproblem. Gefahrenstellen, an denen Schneebrettlawinen mit geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden können, befinden sich im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nord über Ost bis Süd sowie in eingewehten Rinnen und Mulden und hinter Hangkanten. Die Anzahl der Gefahrenstellen nimmt mit der Höhe zu. Schneebrettlawinen können mittlere Größe erreichen.Zudem löst sich der Neuschnee als Lockerschneelawine aus dem felsigen oder extrem steilen Gelände. In höheren Lagen können Lockerschneelawinen mittlere Größe erreichen.Kleine Gleitschneelawinen sind vermehrt an steilen Wiesenhängen zu erwarten, auch an Hängen, die vor dem Schneefall ausgeapert waren."
Tendenziell bleibt die Lawinengefahr in den nächsten Tagen angespannt.
Österreichs Alpen: Teils große Lawinengefahr!@(zwischenHeadlineTag)>
Eine noch größere Lawinengefahr vermeldet der lawinen.report im Nachbarland Österreich. Die Lawinensituation für Wintersportaktivitäten abseits der Pisten ist heikel! Oberhalb von 2200 Metern herrscht große Lawinengefahr (Stufe 4 von 5), darunter wird Stufe 3 (= erhebliche Lawinengefahr) angegeben. Wörtlich heißt es in dem für Montag 31.03.2025 geltenden Bericht:
"Der viele Neuschnee sowie die verbreitet entstehenden, umfangreichen Triebschneeansammlungen können oberhalb von rund 2200 m leicht ausgelöst werden oder spontan abgleiten. Zudem können Lawinen auch tiefere Schichten der Schneedecke mitreißen und groß werden. Dies vor allem an steilen, wenig befahrenen Schattenhängen oberhalb von rund 2200 m sowie an steilen, wenig befahrenen West- und Osthängen oberhalb von rund 2600 m. Fernauslösungen und spontane Lawinen sind zu erwarten. Zudem sind jederzeit Gleitschneelawinen zu erwarten. Dies an Grashängen unterhalb von rund 2400 m, besonders in den Gebieten mit viel Niederschlag."
Viel Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und große Zurückhaltung sind wichtig! Wir empfehlen: Abwarten, bis sich die Situation beruhigt.


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