Wetterverschlechterung und mangelndes Zeitmanagement: Schneeschuhgeher am Großvenediger gerettet@(zwischenHeadlineTag)>
Laut Polizeibericht waren mehrere Schneeschuhgeher unabhängig voneinander vom Matreier Tauernhaus zu einer Tour in Richtung Innergschlöß aufgebrochen. Die Vierergruppe aus Tschechien und die Dreiergruppe aus China wollten im Bereich der Neuen Prager Hütte übernachten und am Folgetag zum Gipfel des Großvenedigers aufbrechen. Am Nachmittag des Aufbruchtages hatte sich das Wetter jedoch massiv verschlechtert, was den Zeitverzug beider Gruppen noch vergrößerte.
Die vier Frauen aus Tschechien und ihr Begleiter erreichten erst gegen 18 Uhr das Notbiwak an der alten Materialseilbahn und setzten dort den Notruf ab. Ein Team der Bergrettung rückte umgehend ins Suchgebiet aus und nahm telefonisch Kontakt mit den Personen auf. Da alle Gruppenmitglieder erschöpft, aber unverletzt waren, wurde eine Übernachtung im Notbiwak und eine Bergung in den Morgenstunden vereinbart.
Keins der Gruppenmitglieder verfügte über LVS-Ausrüstung@(zwischenHeadlineTag)>
Gegen 19:45 Uhr traf die chinesische Gruppe "völlig erschöpft" und bei starkem Nebel bei der Alten Prager Hütte ein. Da dort kein Notbiwak möglich war, setzte auch diese Gruppe einen Notruf ab. Die Bergrettung machte sich trotz widrigster Wetterbedingungen zu Fuß zu der Gruppe auf, musste den Einsatz jedoch aufgrund der Witterung abbrechen. Schließlich wurde die chinesische Gruppe telefonisch zum Notbiwak der Tschechen geleitet, das sich lediglich 300 Meter Luftlinie entfernt befand.
Dort traf das Trio gegen 23 Uhr ein und verbrachte die Nacht gemeinsam mit den anderen Schneeschuhgehern. Dabei standen die Gruppen durchgehend im Kontakt mit den Rettern. Am frühen Morgen des 19. April konnten schließlich drei Bergretter und ein Alpinpolizist per Hubschrauber über der Nebelgrenze abgesetzt werden und zu den blockierten Gruppen absteigen. Da keine der Personen LVS-Ausrüstung bei sich trug, mussten die Bergretter zunächst Verstärkung aus dem Tal anfordern.
Zudem hatte eine der Tourengeherinnen ihre Schneeschuhe verloren, die ersetzt werden mussten. Schließlich konnten die Einsatzkräfte beide Gruppen sicher in Richtung Tal begleiten. Nach einer Wetterbesserung am Nachmittag konnten alle Personen samt Rettungsmannschaft mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen werden.


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