Blockiert in Notabseilpiste

Nächtlicher Einsatz am Kopftörlgrat: Kletterer gerettet

Am 2. Mai 2025 wurde eine Zweierseilschaft nach einer Klettertour aus der Notabseilpiste des Kopftörlgrats gerettet. Ein Kletterer hing ohne Felskontakt im Seil fest und kam weder vor noch zurück.

Blick auf den Kopftörlgrat zur Ellmauer Halt (Symbolbild, keine aktuellen Verhältnisse!)
© IMAGO / Dreamstime

Nächtlicher Einsatz am Kopftörlgrat: Kletterer gerettet

Die Seilschaft aus Deutschland hatte am Abend des 2. Mai nach einer Klettertour den Ausstieg am Kopftörlgrat erreicht und entschied sich zum Abseilen über die markierte Notabseilpiste. Der 27 Jahre alte Mann und seine 24 Jahre alte Partnerin begannen mit dem Rückzug, als der Kletterer in der vierten Seillänge keinen "geeigneten Stand" mehr erreichen konnte und ohne Felskontakt im Seil hing.

Gegen 21:21 Uhr hörte ein unbeteiligter Kletterer mit Sicht- und Rufkontakt zu den Blockierten deren Rufe und alarmierte die Rettung. Infolge rückte die Bergrettung Scheffau in Richtung Ellmauer Halt aus und konnte die unverletzte Seilschaft aus ihrer misslichen Lage befreien. Der Einsatz war gegen 3 Uhr nachts beendet.

Der Kopftörlgrat: Häufiger Ort von Rettungseinsätzen

Der Kopftörlgrat auf die Ellmauer Halt ist eine anspruchsvolle Klettertour für erfahrene Alpinkletterer, die sich im unmarkierten Gelände eigenständig orientieren können: Ausgesetztes Gehgelände und Kletterschwierigkeiten bis IV- ziehen sich über den 1400 Meter langen Grat. Wer bis zum Leuchsturm länger als fünf Stunden braucht, sollte hier den gut markierten Notabstieg nehmen! Unter anderem aufgrund seiner Beliebtheit ist der Kopftörlgrat in den vergangenen Jahren Schauplatz zahlreicher Rettungseinsätze geworden, häufig werden Anspruch und Länge der Tour unterschätzt.

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1 Kommentar

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Tobse

Ich frage mich warum die den Notabstieg gewählt haben. Der weiterweg wäre Bus auf den Kamin, auch nicht schwerer. Und den hätten sie auch noch geschafft,