In steiler Rinne Halt verloren

Vorarlberg: Wanderin bei 100 Meter-Sturz schwer verletzt

Am 14. Mai 2025 ereignete sich bei Frastanz in Vorarlberg ein schwerer Bergunfall. Eine 72-jährige Frau war auf einer anspruchsvollen Wanderung unterwegs, als sie in einer steilen Rinne den Halt verlor und abstürzte.

Rettungshelikopter im Einsatz (Symbolbild)
© picture alliance / imageBROKER / Uwe Kraft

Sturz in steile Rinne

Nach Polizeiangaben war die 72-jährige Frau mit ihrem 73-jährigen Begleiter auf einer anspruchsvollen Wanderung unterwegs. Die Route führte vom Gebiet der Garsellaalpe über das Garsellaeck in Richtung Sarojaalpe – ein Weg, der durch steiles und felsiges Gelände verläuft.

Auf Höhe einer steilen Rinne verlor die Frau aus bisher unbekannter Ursache den Halt, in der Folge stürzte sie rund 100 Meter über loses Geröll und Felsgelände ab. Am unteren Ende der Rinne kam sie schwer verletzt zum Liegen.

Bergung per Rettungshelikopter

Da ihr Begleiter kein Mobiltelefon mitführte, musste er zuerst zu der Gestürzten absteigen, um mit deren Handy einen Angehörigen zu verständigen. Dieser setzte sofort die Rettungskette in Gang. Die Bergung erfolgte durch den Notarzthubschrauber C8. Die Verletzte wurde per Taubergung aus dem unwegsamen Gelände geborgen, vor Ort notfallmedizinisch versorgt und anschließend mit unbestimmten Kopfverletzungen ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen.

Der Sarojasattel liegt an der Grenze zwischen Liechtenstein und Österreich am nördlichen Ausläufer der Drei Schwestern. Die Überschreitung der Drei Schwestern ist eine beliebte, wenn auch lange und am Grat ausgesetzte Bergtour.

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1 Kommentar

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Ingo

Gute Besserung und in meinen Augen eine tolle Leistung des Begleiters.