Tödlicher Absturz am Sulzkogel

Tödlicher Alpinunfall im Salzkammergut: Schwierige Bergung nach nächtlicher Suche

Ein geplanter Aufstieg in die Scharerkögel endete am 24. Mai 2025 tödlich: Ein erfahrener Bergsteiger stürzte im steilen Gelände unterhalb des Sulzkogels ab. In einer groß angelegten Suchaktion mit Drohnen- und Hubschraubereinsatz konnte der Verunglückte erst am nächsten Morgen geortet werden – die Hilfe kam jedoch zu spät.

Die Bergrettung im Rettungseinsatz
© Bergrettung Oberösterreich

Eine alpine Unternehmung nahm am vergangenen Wochenende im Offenseegebiet bei Ebensee ein tragisches Ende. Ein Bergsteiger war am Freitag, den 24. Mai, zu einer Tour in Richtung Sulzkogel und Arikogel aufgebrochen. Nachdem er nicht zu seinem Ausgangspunkt zurückgekehrt war, wurde er am Abend als vermisst gemeldet.

Die Bergrettung Ebensee und die Feuerwehr Roith wurden gegen 22:00 Uhr alarmiert. Das Fahrzeug des Vermissten konnte rasch beim Ausgangspunkt der Tour geortet werden. Ein Zeuge gab an, dass der Mann geplant hatte, in die Region der sogenannten Scharerkögel aufzusteigen. Diese Information ermöglichte eine gezielte Eingrenzung des Suchgebiets.

Nächtliche Suche im extremen Gelände

Mit Hilfe von Drohnenteams der Bergrettung und Feuerwehr wurde der Abgestürzte noch in der Nacht im steilen Gelände unterhalb des Sulzkogels lokalisiert. Ein Suchtrupp stieg trotz Dunkelheit bis in die Nähe des Fundorts auf, musste aber gegen 04:10 Uhr aufgrund der gefährlichen Geländebedingungen den Einsatz abbrechen.

<p>Suchaktion: die Bergrettung im Rettungseinsatz.</p>

Suchaktion: die Bergrettung im Rettungseinsatz.

© Bergrettung Oberösterreich

Bergung bei Tagesanbruch

Bei Tagesanbruch wurde die Suche fortgesetzt. Der Polizeihubschrauber "Libelle" führte um 05:40 Uhr einen Erkundungsflug durch und konnte die abgestürzte Person schließlich visuell ausmachen. Der Verunglückte wurde daraufhin unter schwierigen Bedingungen mit einem Beamten der Alpinen Einsatzgruppe Gmunden mittels Bergetau geborgen.

Ursache: Absturz im ausgesetzten Gelände

Nach bisherigem Erkenntnisstand dürfte der Mann im erdigen, exponierten Gelände ausgerutscht sein und rund 40 Meter über eine Steilwand abgestürzt sein. Für den Bergsteiger kam jede Hilfe zu spät – er konnte nur noch tot geborgen werden.

<p>Die Bergrettung im Rettungseinsatz</p>

Die Bergrettung im Rettungseinsatz

© Bergrettung Oberösterreich

Insgesamt standen 19 Bergretter, drei Suchhunde der Bergrettung Oberösterreich, zwei Polizeistreifen, zwei Beamte der AEG Gmunden sowie vier Mitglieder der Feuerwehr Roith im Einsatz. Die Drohnenteams und der Polizeihubschrauber "Libelle" trugen maßgeblich zur Lokalisierung und anschließenden Bergung bei. Der Einsatz wurde am 25. Mai gegen 10:00 Uhr beendet.