67-jähriger Kommunalpolitiker abgestürzt

Wegen falscher Verwendung des Klettersteigsets: Bürgermeister tödlich verunglückt

Laut Alpinpolizei war eine nicht ordnungsgemäße Verwendung des Klettersteigsets in Verbindung mit einem Kombigurt die Ursache für den tödlichen Unfall am Däumling.

SYMBOLBILD. Polizeihubschrauber "Libelle" im Einsatz. 
© IMAGO / Daniel Scharinger

Tragischer Unfall am Klettersteig auf den Däumling

Am 13. August 2025 kam es am Klettersteig auf den Däumling (Bezirk Hermagor, Kärnten) zu einem tödlichen Bergunfall. Ein 67-jähriger Mann aus Oberösterreich war gegen 10 Uhr gemeinsam mit seiner 57-jährigen Lebensgefährtin auf dem Steig unterwegs. Im Bereich der ersten Seilbrücke verlor der mit einem Klettersteigset gesicherte Mann in der Mitte der Brücke das Gleichgewicht. Er stürzte rund 15 Meter in steiles, felsdurchsetztes Gelände und rutschte anschließend weitere 30 Meter ab.

Die Lebensgefährtin alarmierte um 10:37 Uhr die Einsatzkräfte. Der Notarzt des Rettungshubschraubers RK1 konnte jedoch nur noch den Tod feststellen. Die Bergrettung Hermagor und Polizeihubschrauber "Libelle" bargen den Verunglückten per Tau. Laut Alpinpolizei Hermagor war eine nicht ordnungsgemäße Verwendung des Klettersteigsets in Verbindung mit einem Kombigurt die Ursache für den tödliche Unfall.

Übereinstimmenden Medienberichten zu Folge war der Verunfallte SPÖ-Bürgermeister der Gemeinde Spital am Pyhrn.

<p>Klettersteig am Däumling: Plateau am ersten Felsturm mit Sicht auf Nepalbrücke.</p>

Klettersteig am Däumling: Plateau am ersten Felsturm mit Sicht auf Nepalbrücke.

© Wikipedia/MoserB

Über den Klettersteig auf den Däumling

Der Däumling ist ein markanter, 2.197 Meter hoher Felszacken in den Karnischen Alpen, unmittelbar an der österreichisch-italienischen Grenze. Die Gipfelkuppe erinnert von weitem an einen nach oben gestreckten Finger – daher der Name. Der Klettersteig ist Teil des grenzüberschreitenden Nassfeld-Klettersteigparks und gilt trotz moderater Länge (500 Meter) als sportlich und ausgesetzt. Er ist in der Schwierigkeit B/C bis C eingestuft, führt in rund einer Stunde über luftige Passagen, steile Wandstufen und zwei spektakuläre Seilbrücken zum Gipfel. Der Rückweg erfolgt auf gleichem Weg oder über einen kurzen Abstieg in italienisches Gelände.

Text von Holger Rupprecht