Einbruch in Hütte am Watzmann-Hocheck
Erst vor wenigen Wochen zogen die Bergwacht Ramsau und der Nationalpark Berchtesgaden nach wiederkehrendem Vandalismus, Missbrauch und Vermüllung die Reißleine: Die Hütte am Watzmann-Hocheck wurde bis auf einen kleinen Notunterstand verschlossen.
Dies behagte offenbar einem oder mehreren "Besuchern" nicht: Erneut wurde in die Unterstandshütte der Bergwacht Ramsau am Watzmann-Hocheck eingebrochen. Unbekannte Täter öffneten zwischen Donnerstag und Freitag (15. August) gewaltsam ein Fenster auf der Südseite und übernachteten unerlaubt darin. Zwei Bergretter entdeckten den Schaden unabhängig voneinander, als sie privat die Watzmann-Überschreitung begingen.
Hütte bleibt für Notfälle zugänglich, reguläre Übernachtungen sind verboten
Am Montag (18. August) waren zwei Bergretter und ein Polizeibergführer mit Unterstützung des Polizeihubschraubers am Hocheck im Einsatz, um das Fenster zu fixieren und so zu hintersichern, dass kein Einbruch mehr möglich ist. Der Schutzraum an der Nordseite der Hütte bleibt weiterhin für Notfälle zugänglich.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, zuständig ist die Alpine Einsatzgruppe (AEG) der Grenzpolizei Piding. Hinweise nimmt die Polizei unter +49 (0) 8651 950-0 entgegen.
Das Hocheck (2651 m) ist der nördlichste und niedrigste der drei Watzmann-Gipfel und markiert den Einstieg in die bekannte Watzmann-Überschreitung. Die kleine Unterstandshütte knapp unterhalb des Gipfels dient der Bergwacht als Stützpunkt. Reguläre Übernachtungen sind dort nach der Nationalparkverordnung ausdrücklich verboten.


6 Kommentare
Kommentar schreibenBergsport war eben nicht umsonst eine elitäre Angelegenheit noch bis weit in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Da gabs so was einfach nicht. Da zählten Tugenden wie Anstand, Disziplin, Vertrauen, Gemeinschaft, Ehrfurcht, Demut etc. Denke da müssen wir wieder hin. Sonst sind so Gewaltausbrüche nur der Anfang. Und dann kannst an sich die Hütten gleich zusperren. Wer diesen Ungeist der sinnlosen Zerstörung in die Alpen reingelassen hat, hat damit mutwillig eine Art regionaler Hochkultur angegriffen.
@Daniel, ist gut gemeint, aber da helfen keine Sozialstunden mehr. Da ist Hopfen und Malz verloren
Relativ klarer Fall hier: die Hütte liegt im Einzugsgebiet von Großstädten. Man kennt das, wie von dortigen Milieus diese Zerstörungswut und Gewalt kommt. Gehe ich jede, wirklich jede Wette ein!
Was für eine dreiste Sauerei! Vielleicht hilft tatsächlich nur eine Kamera und/oder eine Alarmanlage?
Nicht zu fassen. So viel Egoismus, Gleichgültigkeit und letztendlich kriminelle Energie macht mich sprachlos. Wer immer das war: euer Verhalten ist das Allerletzte!!
Warum gibt es solche Zeitgenossen?
Was machen die auf dem Berg?
Schlimm, dass die Hütte (nachvollziehbar) auf eine minimalste Nutzung reduziert werden musste - aber das ist wirklich noch dämlicher. Wie muss ein Mensch ticken dass jetzt auch der verschlossene Teil aufgebrochen wird... Hoffentlich findet die Polizei die Übeltäter - aber alles was an konsequenzen droht ist hierfür zu harmlos. Eine große Zahl an Sozialstunden z.B. bei der Wegpflege wären das mindeste!