Alpinunfall in den Zillertaler Alpen

Deutscher Bergsteiger bei Aufstieg zur Berliner Spitze schwer verletzt

Beim Aufstieg von der Berliner Hütte zur Berliner Spitze stürzte am 1. Februar 2026 ein deutscher Alpinist auf dem Hornkees rund 40 Meter über eisiges Gelände ab. Er wurde schwer verletzt per Hubschrauber geborgen.

Von hier war das Duo gestartet: die Berliner Hütte in den Zillertaler Alpen.
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Unfall beim Aufstieg zur Berliner Spitze

Zwei befreundete deutsche Alpinisten im Alter von 38 und 32 Jahren waren am 1. Februar 2026 im Gemeindegebiet von Ginzling unterwegs. Vom Winterraum der Berliner Hütte starteten sie mit Tourenski beziehungsweise Splitboard in Richtung Berliner Spitze. Am Beginn des Gletschers befestigten sie ihre Ski und das Splitboard an den Rucksäcken und gingen mit Steigeisen weiter.

Unangeseilt setzten die beiden ihren Aufstieg durch eisiges, felsdurchsetztes Gelände fort. Im Bereich des Hornkees verlor der 38-Jährige einer Pressemitteilung der Polizei Tirol zu Folge gegen 12 Uhr auf etwa 2.440 Metern Seehöhe auf hartem Eis den Halt. In der Folge rutschte er rund 40 Meter ab und zog sich dabei schwere Verletzungen zu.

Kameradenhilfe und Hubschrauberrettung

Sein 32-jähriger Begleiter stieg umgehend zum Verletzten ab, leistete Erste Hilfe und setzte einen Notruf ab. Der Verletzte wurde von der Besatzung eines Notarzthubschraubers versorgt und in das Bezirkskrankenhaus Schwaz geflogen, wo er stationär aufgenommen wurde. Der unverletzte Alpinist wurde anschließend vom Polizeihubschrauber aufgenommen und ins Tal geflogen.

Über die Tour auf die Berliner Spitze

Die Tour auf die Berliner Spitze (3253 m, auch bekannt als "Dritte Hornspitze") über die sehenswerte Berliner Hütte ist eine landschaftlich reizvolle und bei guten Verhältnissen eher leichte Hochtour in den Zillertaler Alpen. Die Blockkletterei zum Gipfel (UIAA II-) kann bei Vereisung jedoch heikel sein. 

<p>Im Stil des 20. Jahrhunderts: der Speisesaal der Berliner Hütte.</p>

Im Stil des 20. Jahrhunderts: der Speisesaal der Berliner Hütte.

© Ralf Ganzhorn

Text von Holger Rupprecht