Schwierige Bedingungen@(zwischenHeadlineTag)>
Martín und Villanueva durchstiegen die Route in drei Tagen und kletterten Schwierigkeiten bis 7c. Die Bedingungen erwiesen sich dabei als anspruchsvoll: "Die Verhältnisse waren schwierig, besonders fürs Freiklettern, wegen der vereisten Risse", berichtet Martín dem Portal explorersweb.com. "Wir mussten praktisch ständig mit dem Eisgerät arbeiten und es oft vor jeder Handbewegung einsetzen."
Die beiden versuchten, möglichst viele Seillängen onsight zu klettern, benötigten jedoch in einigen Passagen mehrere Versuche. Übernachtet wurde an Standplätzen in der Wand mit Portaledges. Am letzten Tag verschlechterte sich das Wetter deutlich: Schneefall, Wind und schlechte Sicht erschwerten den Abstieg über die Route Franco-Argentina zusätzlich.
Für Martín markiert die Begehung einen weiteren Höhepunkt einer starken Patagonien-Saison. Bereits Anfang Februar hatte er gemeinsam mit Rafa Gómez Lorente die komplette Überschreitung der Torres del Paine in Chile realisiert – eine anspruchsvolle Verbindung mehrerer Gipfel, die zuvor unter anderem Villanueva solo gelungen war. Mit der freien Begehung der "Pilar Este" setzen Martín und Villanueva nun einen neuen Maßstab an einer der berühmtesten Wände der Welt.
"1200 Meter senkrechte Wand von extremer Qualität. Drei intensive Tage voller leidenschaftlicher Kletterei – onsight, alles geben, bis zum Sturz, dann ablassen und einen zweiten Versuch starten. Sehr anhaltende Schwierigkeiten, spektakuläre Seillängen … und schließlich der Gipfel bei ziemlich schlechtem Wetter, mit einem angespannten Abstieg. Alle Zutaten für eine Unternehmung, die ich niemals vergessen werde", schreibt Martín bei Instagram.
Historie der Route "Pilar Este"@(zwischenHeadlineTag)>
Die Route wurde bereits 1968 erstmals versucht, bevor sie acht Jahre später erfolgreich erstbegangen wurde: 1976 von Casimiro Ferrari und Vittorio Meles gelang der Aufstieg im Rahmen einer Expedition der Ragni di Lecco. Seither zählt die Linie zu den großen Klassikern Patagoniens. Versuche, die Route vollständig frei zu klettern, gab es immer wieder –lange erfolglos.
Doch die "Pilar Este" blieb ein begehrtes Ziel: 2011 gelang Nicolas Favresse und Sean Villanueva eine teilweise freie Begehung im unteren Wandbereich, 2016 folgte die erste Wiederholung durch Matteo Della Bordella und David Bacci. Dabei wurde auch ein Großteil der alten Fixausrüstung aus der Wand entfernt.
Zentrale Infos zur Route auf einen Blick@(zwischenHeadlineTag)>
Hier findet ihr die wichtigsten Infos zur Route "Pilar Este" (Fitz Roy / Cerro Chaltén) kompakt zusammengefasst:
Name: Pilar Este (Ostpfeiler)
Länge: ca. 1200 Meter
Schwierigkeit: 6a, A3, Eis bis 65°
Erstbegehung: 23. Februar 1976 durch Casimiro Ferrari und Vittorio Meles (Italien)
Charakter: Lange, elegante Linie über Risssysteme und Verschneidungen am Ostpfeiler
Besonderheit: Lange Zeit kaum wiederholt, nur wenige Begehungen



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