Instabiler Serac stoppt Arbeiten im Khumbu-Eisbruch
Die Routenarbeiten durch den Khumbu-Eisbruch am Mount Everest sind aktuell unterbrochen. Wie das Expeditionsportal Everest Today berichtet, blockiert ein großer, instabiler Serac die geplante Route in Richtung Camp 1.
Das Team der sogenannten Icefall Doctors – erfahrene Sherpas, die im Auftrag des Sagarmatha Pollution Control Committee (SPCC) )die Route einrichten – habe die Arbeiten aufgrund des hohen Kollapsrisikos vorerst eingestellt. Man beobachte die Situation und warte vermutlich darauf, dass der Serac natürlich abstürzt.
Khumbu-Eisbruch gilt als Schlüsselstelle der Everest-Route
Der Khumbu-Eisbruch zählt zu den objektiv gefährlichsten Abschnitten der Normalroute auf Everest. Gewaltige Eisblöcke, Spalten und sich ständig bewegende Gletscherstrukturen prägen das Gelände. Auch in jüngerer Zeit, etwa am 13. April 2023, wurden drei Sherpas bei einem Serac-Abbruch im Eisbruch verschüttet.
Durch die Dynamik des Gletschers entstehen immer wieder instabile Seracs: haushohe Eisformationen, die jederzeit abbrechen können. Diese Gefahr betrifft nicht nur den Everest, sondern auch angrenzende Berge wie Lhotse und Nuptse, die denselben Zustieg teilen.

Jedes Frühjahr beginnen die Icefall Doctors, ein Team aus erfahrenen Sherpas, mit den Vorbereitungen auf die Saison am Mount Everest. Seit den 1990er Jahren sichern sie den Khumbu-Gletscherbruch an der Südseite für jährlich Hunderte Bergsteiger.
Saisonstart verzögert sich erneut
Normalerweise ist die Route durch den Eisbruch rund um das nepalesische Neujahrsfest Naya Barsha fertiggestellt. In diesem Jahr verzögert sich der Aufbau jedoch deutlich.
Ähnliche Verzögerungen hatte es bereits in der Vorsaison gegeben, als schwierige Bedingungen den Fortschritt bremsten. Die Icefall Doctors stehen jedes Jahr vor der Herausforderung, nicht nur eine Route zu finden, sondern diese auch ständig an die sich verändernden Bedingungen anzupassen.
Da die tibetische Nordseite des Mount Everest auch in diesem Frühjahr für ausländische Bergsteiger geschlossen ist, konzentriert sich der gesamte Gipfelverkehr erneut auf die nepalesische Südseite.

2 Kommentare
Kommentar schreibenAlso ich als designierter Minister für Tourismus von Nepal verstehe das Gebaren dieser "Icefall Doctors" nicht! Einfach das Skalpell (Dynamit) ansetzen und weg damit! Was da wieder an Geld verloren geht, ganz abgesehen vom schlechten Ruf unserer Tourismusindustrie, der durch Fotografien von Menschenschlangen entsteht, wenn die Sauerstoffbomben alle auf einmal nach langem Warten losrennen.
Natürlich würde ich dann auch, Minister geworden, eine Seilbahn über diese Zeit- und Geldbremse in Planung geben. Umweltschutz? Nicht so wichtig, es werden schließlich Menschenleben geschützt und weniger gefährliche Arbeitsplätze geschaffen!
Natürlich sollte man eine solche technische Einrichtung bis auf den Gipfel erwägen, man denke nur an die zusätzlichen Einnahmen! Diese könnte aus Xenon-gefüllten Kabinen bestehen. Da die Leute im 21. Jh eh über Zeitmangel klagen und vor allem nur noch für tolle Fotos in den sozialen Medien in die Berge aufbrechen, ist so eine Bahn im Grund genommen ein absolutes MUSS und eine Win-Win-Situation für alle:
- Sicher auf den höchsten Punkt der Welt kommen, dort sich im errichteten Xenon-Büffet einen echten nepalesischen Beefeater reinlöten, und Selfies mit tollem Hintergrund vom Dach der Welt verschicken - was will das Touristenherz mehr!
- Diesen verschrobenen Bergsteiger wie Messner & Co. würde die Sache vergällt werden, was das Risiko hinsichtlich weiterer Verluste an Menschenleben verringert (die bringen zudem eh nichts in die Kasse)
Also - wählt mich bald! Bruno
Wer nicht aus eigener Kraft und mit eigenen Möglichkeiten hoch kommt,sollte unten bleiben.
Die sherpas kann ich verstehen,ist ihre Existenzgrundlage.trotzdem grotesk.