Nach Klettersteig: Blockiert am Gipfel
Am 7. Mai 2026 gegen 12 Uhr stieg eine 24-jährige Bergsteigerin aus Polen über den Adler-Klettersteig in Richtung Karkopf auf. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Tirol erreichte sie den Gipfel, als sich das Wetter plötzlich verschlechterte und Schneefall einsetzte.
Die Frau traute sich daraufhin nicht mehr, wie ursprünglich geplant über den Steig weiterzugehen beziehungsweise abzusteigen. Sie setzte einen Notruf ab und wartete am Gipfel auf Hilfe. Die Bergsteigerin wurde unverletzt vom Polizeihubschrauber geborgen und nach Telfs geflogen.
Der Adler-Klettersteig: Anspruchsvolle Ferrata (D)
Der Adler-Klettersteig führt in der Mieminger Kette hinauf zum Karkopf und zählt zu den anspruchsvolleren Steiganlagen der Region. Die Route verläuft durch steiles, teils ausgesetztes Felsgelände und wird mit Schwierigkeit D der fünfstufigen Skala bewertet. Neben einer kompletten Klettersteigausrüstung verlangt die Tour Trittsicherheit, Kraftreserven und Erfahrung im Umgang mit ausgesetzten Passagen. Durch die Höhenlage und die Länge der Unternehmung können Wetterumschwünge, Nässe oder Schneefall die Anforderungen rasch deutlich erhöhen.

Frühling in den Bergen: Das solltet ihr beachten
Auch wenn es im Tal längst nach Frühling aussieht, herrschen weiter oben oft noch alpine Übergangsbedingungen. ALPIN weist zum Saisonstart besonders auf Altschneefelder hin: Sie können hart gefroren sein, an Übergängen zu aperem Gelände einbrechen oder zu riskanten Ausweichmanövern verleiten.
Entscheidend bie der Tourenplanung sind deshalb Höhenlage, Exposition und Abstiegsweg – vor allem nordseitig hält sich Schnee oft deutlich länger. Wer früh in der Saison unterwegs ist, sollte die Tour eher kürzer wählen, aktuelle Bedingungen prüfen und festes Schuhwerk, warme Schichten sowie je nach Route Grödel oder Leichtsteigeisen einplanen. Im Zweifel ist eine niedrigere, südseitige Alternative die bessere Tour.

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