Fixseil-Team auf der Nordseite auf 8300 Metern
Die Normalroute auf der nepalesischen Südseite des Mount Everest ist bis zum Südsattel auf knapp 8000 Meter Höhe mit Fixseilen gesichert. Die dafür zuständigen zehn nepalesischen Bergsteiger erreichten am gestrigen Freitag um 19.15 Uhr Ortszeit den letzten Lagerplatz auf dem Weg zum 8849 Meter hohen Gipfel. Es folgten Dutzende weitere Sherpas kommerzieller Teams mit Material für den Südsattel. Bei aktuell relativ stabilem Wetter wird in der kommenden Woche mit dem ersten Everest-Gipfelerfolg der Saison gerechnet.
Auf der tibetischen Nordseite des Bergs ist die Normalroute nach Informationen, die ich von Mingma Sherpa erhielt, bis Lager 3 auf 8300 Metern gesichert. Der Direktor des nepalesischen Expeditionsveranstalters Climbalaya ist in China bestens vernetzt und stets gut informiert. Von Lager 3 aus muss das Fixseilteam noch fast den gesamten Nordostgrat bis zum Gipfel mit Fixseilen versehen.
Für dieses Frühjahr hatten die chinesisch-tibetischen Behörden keine Besteigungsgenehmigungen für ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteiger erteilt. Nur chinesische Staatsbürger dürfen über die Everest-Nordseite aufsteigen.
Mehr als sieben Millionen Dollar Permit-Einnahmen
Die Sperrung des Everest in Tibet für ausländische Expeditionen hat in Nepal zu einem neuen Permit-Rekord für den höchsten Berg der Erde geführt. Bis zum 8. Mai erteilte das Tourismusministerium 492 Everest-Besteigungsgenehmigungen für ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteiger, so viele wie noch niemals zuvor. Das beschert dem Himalaya-Staat Einnahmen von mehr als sieben Millionen Dollar alleine durch die Everest-Permits, die seit diesem Frühjahr 15.000 statt bisher 11.000 Dollar pro Person kosten.
Die meisten Everest-Aspirantinnen und -Aspiranten auf der Südseite kommen in diesem Jahr aus China (109), den USA (76) und Indien (61). Der bisherige Höchstwert aus dem Frühjahr 2023 hatte bei 478 Permits gelegen.


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