Am 29. Mai 2026 mussten Bergrettung und Polizei zu einem Einsatz am Drachenwand-Klettersteig bei St. Lorenz im oberösterreichischen Salzkammergut ausrücken. Eine 25-jährige Frau setzte laut Landespolizeidirektion Oberösterreich gegen 15:20 Uhr einen Notruf ab, nachdem sie in der Route nicht mehr weiterkam.
Die Tschechin war gemeinsam mit ihrem 24-jährigen Lebensgefährten sowie fünf weiteren Freunden gegen 9 Uhr in den Klettersteig eingestiegen. Da das Paar langsamer unterwegs gewesen sein soll als der Rest der Gruppe, trennten sich die beiden im Verlauf der Tour von ihren Begleitern.
Erschöpfung nach sechs Stunden im Klettersteig
Nach Angaben der Polizei hatte das Paar rund drei Viertel des Klettersteigs bewältigt, als die 25-Jährige zunehmend erschöpft gewesen sei und Angst bekommen habe. Unmittelbar vor einer Seilbrücke habe sie die Tour nicht mehr fortsetzen können. Nach dem Notruf wurde der Polizeihubschrauber "Libelle" alarmiert. Zeitgleich stiegen Einsatzkräfte der Bergrettung Mondsee auf.
Um 16:35 Uhr konnte die Besatzung des Hubschraubers die erschöpfte Frau mittels Tau aus der Wand retten und ins Tal fliegen. Laut Polizei blieb die Alpinistin unverletzt. Ihr Lebensgefährte wurde von Einsatzkräften der Bergrettung zur nächstgelegenen Forststraße begleitet und anschließend mit einem Einsatzfahrzeug zurück zum Ausgangspunkt gebracht.
Drachenwand-Klettersteig: Atemberaubende Tiefblicke für fitte Klettersteiggeher
Der Drachenwand-Klettersteig zählt zu den eindrucksvollsten Klettersteigen im Salzkammergut und bietet auf rund 400 Höhenmetern ein alpines Erlebnis mit Tiefblick auf den Mondsee. Die Route ist mit der Schwierigkeit C/D bewertet (kann über eine Seilbrücke mit Schwierigkeit B umgangen werden) und richtet sich daher an trittsichere, schwindelfreie und körperlich fitte Bergsportler mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung.
Aufgrund der Beliebtheit des Steigs und seiner exponierten Lage kann es vor allem an Wochenenden zu Wartezeiten kommen. Immer wieder kommt es auch zu teils tödlichen Unfällen in der mittlerweile stark abgespeckten Ferrata.



3 Kommentare
Kommentar schreibenBekannte von mir, deutlich übergewichtige Volljuristin: meinte nach 1-2 Tagen Trekking am Mittelmeer ohne Höhenmeter, sie wöllte auch ins Himalaya 8000er besteigen. Das könne doch nicht so schwer sein. Da fällt einem nichts mehr ein. Du musst sie ihre Fehler selbst begehen lassen und hoffen, dass sie innerlich einkehren und zu sich selbst finden.
Bleibt bitte am Strand oder in der Kletterhalle, ihr habt in den Bergen nichts verloren!!!
20000 Euro Bergekosten mal als Abschreckung für alle anderen.Diese Vollkaskomentalität muss endlich aufhören.
TROTZDEM danke an alle Rettungskräfte