23 Einsätze im August
Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau waren allein im August bei 23 Einsätzen gefordert. Die Alarmierungen führten sie unter anderem an Watzmann, Hochkalter und auf die Reiter Alpe.
Am 30. August musste eine 62-Jährige aus dem Watzmannkar gerettet werden, nachdem sie sich verletzt hatte. "Christoph 14" nahm sie zusammen mit der Bergwacht per Winde auf und flog sie zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Ebenfalls am 30. August versorgten die Einsatzkräfte einen akut internistisch Erkrankten an der Blaueishütte und flogen ihn in eine Klinik.
Am Vortag hatte sich ein Bergsteiger an der Steintalschneid am Hochkalter verstiegen und musste mit dem Rettungshubschrauber aus dem Gelände gerettet werden.
Windenrettungen am Watzmann und Hochkalter
Mehrfach waren im August Rettungen mit Hubschraubern und Winde notwendig. Am 22. August wurde ein akut Erkrankter unterhalb der Blaueishütte mit "Christoph 14" versorgt und ins Tal geflogen. Bereits am 15. August musste ein unterhalb der Blaueishütte gestürzter Bergsteiger mit schwerer Schulterverletzung per Winde gerettet werden.
Am 19. August kam es am Watzmann-Südspitzabstieg zu einem weiteren aufwendigen Einsatz: Ein nach der Watzmannüberschreitung erschöpftes Duo kam in knapp 2200 m Höhe nicht mehr weiter. Die Bergwacht rückte mit dem nachtflugtauglichen "Christophorus 14" aus.
Auch Erkrankungen und Erschöpfung waren häufige Einsatzgründe. Am 11. August musste ein erkrankter Bergsteiger am Watzmanngrat zwischen Mittel- und Südspitze per Tau gerettet werden. Am 12. August wurde ein erschöpfter Bergsteiger mit Fußverletzung aus dem Südspitzabstieg ausgeflogen.

Knapp unterhalb der Blaueishütte stürzte ein Bergsteiger und musste mit der Winde gerettet werden.
Große Bandbreite an Einsätzen
Neben alpinen Notfällen rückte die Bergwacht auch nach Radstürzen und zu Verletzungen auf Wanderwegen aus. Die Einsätze reichten damit von medizinischen Notfällen über Stürze bis zu Orientierungsproblemen und Erschöpfung.
Die Bilanz zeigt zugleich, wie anspruchsvoll Rettungen im Gebiet rund um Watzmann und Hochkalter sein können: Mehrere Einsätze fanden in steilem oder hochalpinem Gelände statt und erforderten die Zusammenarbeit von Bergwacht und Luftrettung.


2 Kommentare
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Danke an die Jungs von der Bergwacht. Aber wieder erschreckend zu sehen, was in unseren Alpen da alles herumturnt. Wenn ich mehr als 2000 Höhenmeter angehe, sollte ich dafür den Schmalz in den Beinen haben und nicht wegen Erschöpfung die Bergwacht missbrauchen, also lieber freiwillig verzichten oder eben im Frühjahr und Sommer so lange trainieren bis das Niveau für mehr als 2000 Höhenmeter erreicht ist. Wer das nicht schafft sollte bitte darauf verzichten, solche Touren anzugehen. Das ist wirklich unfassbar wie tief das Niveau des Breitensports Bergsteigen, -wandern und Co heruntergezogen wurde.