Frage: Wie schwer ist der Hillary Step?@(zwischenHeadlineTag)>
Frage von J. Sauerwein aus Gießen: Ich interessiere mich für den Hillary Step am Mount Everest. Ich würde gerne wissen, welchen Schwierigkeitsgrad (nach UIAA) der Hillary Step hat. Ich kann etwa 50 m im dritten Schwierigkeitsgrad klettern. Meinen Sie, das könnte reichen, wenn die körperliche Verfassung für 8000 Meter reicht?

Der Hillary Step am Mount Everest: technisch nicht schwierig, aber verdammt weit oben.
Antwort: Übersetzt in die UIAA-Skala kaum schwierig @(zwischenHeadlineTag)>
Antwort von Olaf: Der Hillary Step ist technisch nicht wirklich schwierig. Wie man auf dem Bild gut sehen kann, gibt es dort keine echten klettertechnischen Schwierigkeiten. Man würde ihn auf einer "normalen" Höhe vielleicht mit UIAA I bis II bewerten. Außerdem ist der Hillary Step immer mit Fixseilen versichert. Das Problem sind die Höhe und inzwischen immer häufiger die vielen Leute, die an bestimmten Tagen dort oben unterwegs sind. Natürlich spielt auch die Schneemenge eine (kleine) Rolle.
Ich würde fast jede Wette eingehen, dass dort oben schon Leute unterwegs waren, die keinen IIIer klettern können. Allerdings ist das sicherlich nicht ratsam. Natürlich spielen aber Ausdauer, Höhenverträglichkeit und die Gesamtkonstitution eine wesentlich wichtigere Rolle als das klettertechnische Vermögen.
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11 Kommentare
Kommentar schreibenWer auf den Mount Everest will und einigermassen sportlich fit ist und Zeit und Geld hat ,soll ohne Einschränkungen hinaufgehen dürfen.Wenn einer seine extremsportlichen Qualitäten checken will ,dann soll er vom "Pause-Buch" 1oo Touren im Extremen Fels 3/4 abhaken.Wenn er dann noch nicht zufrieden ist, soll
er zum Psychiater gehen.Berg Heil !
Ohne die Fixseile würden die meisten dieser "Alpinisten" nie darüber kommen, auch wenn es nur ein IIer ist. Ein Kapserle Theater ist's, nicht mehr.
Goldfinger - Sie wurden nicht richtig informiert; nein, kein Geländer, sondern eine Seilbahn mit Xenon-Füllung (Kathmandu via Basislager, angeblich errichtet mit Fördergeldern der EU, der Antragsteller der Subvention stammt aus Österreich).
Reinhard Fischer - richtig, den Aufstieg muß man sich "verdienen", aber das gilt eher nicht am Berg, sondern vor dem Berg ($$$).
(Kein) Spaß beiseite, durch das Anbringen der Fixseile und der Sherpas, die einen rundum versorgen (hochziehen und hochdrücken), sollte die Anwendung von UIAA-Skalen obsolet sein. Bruno
Meine Meinung ist, dass nur Könner den Berg besteigen sollten
Nach neusten Meldungen von Nepal Touristic wird ein Geländer angebracht.
Wen interessiert's ? Soll doch jeder machen, was er will. Der Berg nimmt sich, wen er will ...
Ich wundere mich immer, wieso jeder meint seine Meinung dazu äußern zu müssen, wer es denn nun verdient hat, auf den Everest zu steigen. Das muss doch jeder selbst wissen und für sich entscheiden!
Danke, das nimmt mir ja den letzten Respekt. Wenn ich das jetzt richtig verstehe, ist der Everest in Wahrheit ein Wanderberg. Die Luft ist eben nur sehr, sehr dünn. Und zu kalt zum Wandern ist es auch.
Wann wird der Berg endlich seine Ruhe finden ....
Allein schon der Mühl der da oben liegen bleibt ....
Und das nur weil ein paar Reiche sich toll finden das Sie da hoch getragen werden furchtbar!
Gut, dass man zukünftig angeblich einen >6.500m Gipfel vorweisen muss. Hoffentlich halten sich auch alle Veranstalter daran.