Sportklettern: Welches Sicherungsgerät ist empfehlenswert?
Frage von J. Marxer, München: Was würdest du einem Kletterer an Sicherungsgerät empfehlen, der zum Sportklettern ein neues Sicherungsgerät haben möchte und bisher mit HMS gesichert hat?
Drei Tipps vom Bergführer
Antwort von Olaf: Die HMS (Sicherung mit Halbmastwurf-Knoten) als "Grundschule" ist gut, ich finde ja immer noch, die sollte jeder können. Darüber hinaus gibt es drei Geräte, die ich zur Zeit empfehlen würde:
Der Fish ist ein Autotuber von AustriAlpin. Es ist das optisch wohl sytlischste Sicherungsgerät am Markt. Der Fish positioniert sich zwischen klassischen Tubes und vollmechanischen Halbautomaten. Er richtet sich vor allem an Kletterer, die vom Tube kommen, aber mehr Bremsunterstützung und Komfort wünschen, ohne komplett auf das gewohnte Handling zu verzichten. Kurz gesagt: Ein leichter, intuitiver Autotuber mit zusätzlicher Sicherheitsreserve und eigenständigem Charakter – besonders interessant für Umsteiger vom klassischen Tube.
Das Pinch ist ein vergleichsweise neues Sicherungsgerät aus dem Hause Edelrid und gehört zur Klasse der Halbautomaten – also Geräte mit unterstützter Blockierfunktion. Es richtet sich an Sportkletterer, Mehrseillängen-Geher und sogar Anwender in der Seilzugangstechnik. Sein Ansatz ist dabei eigenständig: weniger Fokus auf klassische Bauform, dafür ein komplett neu gedachtes System mit direkter Gurtintegration und hoher Vielseitigkeit. Kurz gesagt: Ein innovatives Gerät mit neuem Bedienkonzept – besonders spannend für Kletterer, die maximale Kontrolle, ergonomisches Handling und vielseitige Einsatzmöglichkeiten suchen.
Das Neox von Petzl ist ein Sicherungsgerät mit unterstützter Blockierfunktion und klarer Ausrichtung auf das Vorstiegsklettern. Es kombiniert die bewährte Klemmnocken-Technologie klassischer Halbautomaten mit einem neuen Element: einem integrierten Rad, das den Seildurchlauf deutlich erleichtert. Damit positioniert sich das Gerät als High-End-Halbautomat für ambitionierte Sportkletterer, die beim Clippen und Seilausgeben möglichst wenig Widerstand spüren wollen – ohne auf die Sicherheitsreserven eines blockierenden Systems zu verzichten. Kurz gesagt: Ein "Grigri mit Turbolader" – optimiert für schnelles, sauberes Vorstiegssichern und eines der derzeit flüssigsten Geräte am Markt.
Unseren aktuellen Test findet ihr hier:

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Eure Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Eure Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".


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