Frage: Besser mit oder ohne Stöcke wandern?
Ich wandere gerne, hauptsächlich Flachland und leichte Berge. Ich bin groß und normal schwer, habe aber seit Neuestem eine versteifte Wirbelsäule und Probleme mit den Knien. Die Frage ist: Wandern mit oder ohne Stöcke? Wenn mit, dann mit oder ohne Dämpfung? Und wie benutzt man Stöcke richtig?
Antwort von Olaf: Stöcke entlasten die Gelenke
Antwort von Olaf: In deinem Fall würde ich auf jeden Fall Stöcke nutzen. Sie entlasten die Gelenke auf einer Tour in der Summe nachweislich um Tonnen. Welche Stöcke du nutzt, spielt dabei weniger eine Rolle. Stöcke mit Dämpfung sind besser für die Ellbogen und Schultern, übertragen aber etwas weniger Kräfte. Kauf dir verstellbare Modelle, 2-Teiler oder feste 3-Teiler.
Zur Nutzung: Das ist immer auch ein Ausprobieren. Meist wird empfohlen, zum Abstieg (da bringen die Stöcke am meisten), die Stöcke etwas länger zu machen. Dadurch bringst du zwar weniger Kraft drauf, kannst sie aber einfacher einsetzen. Machst du sie kürzer, brauchst du etwas mehr Überwindung (man muss sich bei Stufen beispielsweise nach vorne lehnen), dafür kann man mehr Kraft übertragen. Greife von unten durch die Schlaufen, dann ist es am einfachsten, die Kraft auf die Stöcke zu bringen.
Gut sind auch Stöcke mit einem großen Griffende, da kann man sich sehr gut von oben draufstützen. Vielleicht ist sogar ein Stock mit einem T-Griff gut für dich, auch wenn der etwas "altmodisch" aussieht. Du kannst auf alpin.de schauen, da haben wir Anleitungen, wie man Stöcke richtig einsetzt.
Mehr Fragen von Lesern und Usern sowie die Antworten von Olaf findet Ihr unter: alpin.de/olaf.
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2020 haben wir fünf Faltstock-Modelle getestet. Hier geht zu dem Artikel auf alpin.de, die getesteten Produkte könnt ihr direkt hier durchklicken.



4 Kommentare
Kommentar schreibenHabe heute den Cottbuser Höhenweg im Pitztal gemacht. Stöcke im Abstieg nach Plangeross gebraucht. Waren mal wieder Gold wert..Und wie schon seit über 40 Jahren. Hände bzw. Handgelenke voll in den Schlaufen. Für mich die effektivste Art, fühle mich absolut sicher damit.
Hallo Olaf! Im Hichgebirge sollte man niemals in die Schlaufen der Stöcke schlüpfen. Bleibst du hängen oder rutsch du mit dem Stock aus kann er dich mit nach unten ziehen. Jeder Bergführer gibt dir den Tipp Stöcke im Gebirge nur am Handgriff zuhalten ohne in die Schlaufen zu schlüofen. So ksnnst du im Notfall den Stick auslassen und höngst nicht dran.
Lieb gemeint von euner Bergführertochter aus den Dolomiten
Hallo geni, es ist von mehreren Aspekten abhängig, wie rum ich die Stöcke am Rucksack befestige: 1: von der Möglichkeit, die der Rucksack bietet. Hat der eine vernünftige Befestigung für Stöcke und wie ist die konzipiert. 2. von den Stöcken: haben die Teller oder nicht. Und 3. von dem Gelände und den Rahmenbedingungen, unter denen ich unterwegs bin. Bewege ich mich in einem Gelände, das eng ist und wo andere Leute unterwegs sind (Klettertseig)? Fahre ich mit den Stöcken am Rucksack Bahn? Dann auf jeden Fall mit den Spitzen nach unten (Verletzungsgefahr für andere). Sonst kann es durchaus auch von Vorteil sein, die Stöcke mit den Spitzen nach oben zu befestigen, weil man am Rucksack mit den Griffen eine bessere/solidere Befestigung hinbekommt.
Beste Grüße Olaf
Keine Meinung, aber eine Frage:
Wie befestige ich die Stöcke am Rucksack, wenn ich sie gerade nicht brauche. Mit der Spitze nach oben oder nach unten?