Frage: Kann ich mit dem Hund auf der Alpenvereinshütte übernachten?
Frage von Klaus, per E-Mail: Ich möchte mit meinem Dackel im Spätsommer von Garmisch zum Gardasee laufen. Gibt es Probleme mit Hunden auf Berghütten? Wie kommt man vorab an die Adressen der Hüttenwirte, um sich anzumelden bzw. um Erlaubnis zu fragen?
Mit dem Hund auf die DAV-Hütte: Vorher die Hütte kontaktieren
Antwort von Olaf: Das klingt spannend. Ist der Hund gut trainiert? Es macht auf jeden Fall Sinn, die Hütten, in denen du übernachten möchtest, vorher zu kontaktieren. In aller Regel dürfen Hunde nicht mit in die Schlafzimmer oder Lager.
Die Mitnahme von Haustieren steht in der Hüttenordnung und besagt, dass Haustiere grundsätzlich in allen Schlafräumen verboten sind, außer, es wird ein extra "Hunderaum" deklariert. Da jede Alpenvereinshütte ihre eigenen Gegebenheiten mitbringt, entscheiden die Wirtsleute individuell, ob und wo Hunde übernachten dürfen.
Wenn dein Hund alleine im Trocken- oder Gastraum bleibt und nicht die ganze Nacht lang jault, ist das auf den meisten Hütten kein Problem. Du solltest jedoch vor der Buchung unbedingt telefonisch oder per E-Mail mit den Wirtsleuten kommunizieren. Unter diesen Links findest du zu fast allen Hütten die nötigen Infos bzw. Telefonnummern oder E-Mail: alpenverein.de/DAV-Services/Huettensuche/ und alpenverein.at/huetten/finder.php
Ob du mit deinem Hund willkommen bist, hängt übrigens nicht nur von den Gegebenheiten der Hütte ab, sondern auch von der Buchungslage. Viele Wirte nehmen pro Nacht nur eine Reservierung mit Hund an! Deshalb ist es wichtig, voher abzuklären, ob bereits ein anderer Hund für die betroffene Nacht angemeldet ist.
Mehr Fragen von Lesern und Usern sowie die Antworten von Olaf findet Ihr unter: alpin.de/olaf.
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Olaf ist ALPIN-Testredakteur & staatl. gepr. Bergführer. Er versucht, für Euch auch auf die kniffeligsten Fragen die richtige Antwort zu finden.



8 Kommentare
Kommentar schreibenAlleine das Anleinen von Hunden ist für mich Tierquälerei. Das Füttern mit Industriefraß ebenso, muss jeder selbst entscheiden ob so was dem Tierwohl dienlich ist.
Finde es immer schön, wenn die Hüttenwirte selbst entscheiden. Mich ficht es weder an wenn Hunde in der Hütte erlaubt sind oder wenn es verboten ist. Das sind Probleme die völlig außerhalb meiner Interessenssphäre liegen.
Simon,
Hunde auf die selbe Ebene wie Kinder zu stellen, sagt schon alles aus... Aus meiner Sicht ist das Halten von Nicht-Nutztieren ein hoch narzisstischer Akt, führend hierbei Hunde. Ich weiß nicht,was es einem geben kann, ein Tier einzusperren und leidglich für die Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse zu missbrauchen.
Kinder kacken nicht einfach so in die Wälder.
Kinder jagen keine anderen Menschen.
Kinder jagen keine Wildtiere.
etc.
Im gesamten Alpenraum müsste ein absoliutes Hundeverbot bestehen ( außer Nutztiere). Ansonsten mindestens Maulkorb und Leinenpflicht.
Simon, ich würde meinem Kind (was ich auch machte), verbieten, hinter Wildtieren herzurennen, diese aufzuscheuchen und zu jagen, laut herumzuschreien(bellen), überall an jeden Büschel zu urinieren, andere Leute anzuschreien(bellen), an ihnen hochzuspringen und an ihnen herumzuschnüffeln; abgesehen davon, auch an diesen den Jagdinstinkt auszulassen. Ferner würde ich ihnen verbieten, in der Berghütte miteinander herumzuschreien (bellen). Und wenn es wirklich den Bedarf gibt, auch größere Haufen zu machen, würde ich das dann wenigstens vergraben.
Aber natürlich würde ich auch selbst meinem geliebten Wesen (meinem Kind) nicht ständig laut zuschreien müssen, komm her, das darfst Du nicht oder ganz abwegig, dieses ach so geliebte Wesen um den Hals eine Leine zu legen und es mit mir zu zerren. Das würde wohl auch sehr befremdlich auf andere wirken, die mich zurecht in die Hände eines Doktors für psychische Erkrankungen verweisen würden. Soweit zur "Liebe".
Ihr Vergleich Hund - Kind ist daher, nett gesagt, sehr abwegig; und was ich im ersten Absatz aufführte, habe ich schon oftmals gesehen; und ich meine, ich bin da nicht der Einzige. Bruno
Ihr habt keine Ahnung was Hunde für Menschen bzw. Ihre Besitzer bedeuten. Ich sag mal so, das ist quasi mit den Kindern zu vergleichen. Würdet ihr ein Kinderverbot m Alpenraum auch begrüßen, weil diese laut sind und die Vegetation zerstören, wenn sie den Eltern Blumen pflücken? Oder wird deren Kot weggeräumt, wenn diese aufm Weg zum Gipfel groß müssen? Ich bezweifle es…
Ich finde es schlimm, dass alle über einen Kamm geschert werden. Sehr schade diese Ignoranz.
Kennst du eine gute Homepage auf der alle Hütten gesammelt sind, bei denen Hunde erlaubt sind? Sonst wird das ja ein Ewigkeitswerk alle einzeln abzufragen.
Danke!
Wir sind immer froh, wenn auf AV Hütten keine Hunde zugelassen werden. Das macht es entspannter für alle. Mir reicht schon der Schweißgeruch der Mitwanderer. Und wenn man mit den Wirten redet oben auf den Hütten, dann sagen die oft gar nicht mal mehr hinter der vorgehaltenen Hand, dass sie das genauso sehen.
Hunde, egal ob im Alltag, in der Fussgängerzonen, dem Naherholungsgebiet oder den Alpen, ist ein Reizthema. Nicht die Hunde sind ein Problem, sondern die Hundehalter welche Ihre Hunde nicht gut erziehen, den Kot nicht einsammeln, Leinenpflicht ignorieren usw. Ich begrüsse ein allgemeines Hundeverbot im Alpenraum und -hütten wenn es sich nicht um Hunde handelt, welche für die Berufsausübung benötigt werden oder für die Unterstützung beeinträchtigter Menschen. Allgemein sollten von der Politik hohe Geldstrafen eingeführt werden, für Hundekot liegen lassen, anleinpflicht Missachtung usw.