ALPIN-Tiefschneetage

Lawinensymposium auf der Zugspitze: Wissen, das Leben schützt

Am 14. Dezember wurde die Zugspitze zum Treffpunkt für Wintersportler, die risikoarm im freien Gelände unterwegs sein möchten: Im Rahmen der ALPIN-Tiefschneetage veranstaltete Vivalpin ein ganztägiges Lawinensymposium. Ziel war es, fundiertes Lawinenwissen praxisnah zu vermitteln – rechtzeitig zum Start der Skitouren- und Freeridesaison.

Lawinensymposium auf der Zugspitze: Wissen, das Leben schützt.
© Holger Rupprecht

Lawinenlagebericht verstehen – und richtig einordnen

Den Auftakt machte Dr. Thomas Feistl, Leiter der Lawinenzentrale Bayern. In seinem Vortrag "Lawinenlagebericht und Blick in die Schneedecke" im Seminarraum des Sonnalpin am Zugspitzplatt erklärte der Meteorologe anschaulich, wie der Lawinenlagebericht entsteht und welche Informationen er liefert.

<p>Eröffnete das Lawinensymposium: Dr. Thomas Feistl, Leiter der Lawinenzentrale Bayern.</p>

Eröffnete das Lawinensymposium: Dr. Thomas Feistl, Leiter der Lawinenzentrale Bayern.

© Holger Rupprecht

Gleichzeitig mahnte Feistl zur Eigenverantwortung: Der Lawinenlagebericht sei ein unverzichtbares Planungsinstrument – ersetze aber nicht die Beurteilung vor Ort. Wer im Gelände unterwegs ist, müsse auf Warnzeichen achten sowie den Schneedeckenaufbau verstehen und kritisch beobachten.

+++ Die zweite Runde der ALPIN-Tiefschneetage mit Vivalpin steht am 14. und 15. März auf dem Programm. Es geht mit Vivalpin auf die schönsten Ski-und Freetouren im Freetour- und Freeride-Spot Fieberbrunn. Die Anmeldung startet am 18. Dezember hier auf alpin.de. +++

Schneedeckentests: Vom Wissen zur Praxis

Nach der Theorie ging es in drei Gruppen ins Gelände. An der Station von Walter Schmid, staatlich geprüfter Polizei- und Zivilbergführer sowie Mitglied der Lawinenkommission, stand die analytische Schneedeckenuntersuchung im Fokus.

Mit viel Erfahrung und Humor zeigte Schmid, wie Schneedeckentests richtig durchgeführt werden. Anschließend durften die Teilnehmer selbst zu Schneesäge und Schaufel greifen und gängige Verfahren wie den Kleinen Blocktest und den Extended Column Test (ECT) üben.

<p>Erste Praxis-Station des Lawinensymposiums: Schneedeckentests mit Walter Schmid.</p>

Erste Praxis-Station des Lawinensymposiums: Schneedeckentests mit Walter Schmid.

© Holger Rupprecht

Risikomanagement auf Ski

Eine zweite Praxisstation führte auf die Pisten im Skigebiet Zugspitze und auf kleine Abstecher ins Gelände. Andi Stippler, staatlich geprüfter Heeresbergführer und Skilehrer, erklärte auf Skiern, auf welche Warnzeichen Wintersportler im Gelände achten sollten, um Risiken frühzeitig zu erkennen.

<p>Zweite Praxis-Station des Lawinensymposiums: Risikomanagement für Schneesportler mit Andi Stippler.</p>

Zweite Praxis-Station des Lawinensymposiums: Risikomanagement für Schneesportler mit Andi Stippler.

© Holger Rupprecht

Geländestrukturen, Exposition, Windzeichen: Stipple zeigte, wie sich Gefahrenmuster lesen lassen und welche Entscheidungen helfen, das Lawinenrisiko zu minimieren.

Wenn der Ernstfall eintritt: LVS-Training

Was tun, wenn trotz aller Vorsicht eine Lawine abgeht und Personen verschüttet werden? Dieser Frage widmete sich die dritte Station unter der Leitung von Markus Becklass. Hier stand die LVS-Suche im Mittelpunkt: korrektes Sondieren, das Erkennen eines Sondentreffers sowie das effiziente Ausgraben von Verschütteten.

In Zweierteams trainierten die Teilnehmer realistische Suchszenarien, ein wichtiger Baustein, um im Ernstfall routiniert handeln zu können.

<p>Zweite Praxis-Station des Lawinensymposiums: LVS-Suche mit Markus Becklass.</p>

Zweite Praxis-Station des Lawinensymposiums: LVS-Suche mit Markus Becklass.

© Holger Rupprecht

Fazit: Ein starkes Sicherheits-Update

Das Lawinensymposium auf der Zugspitze traf den Nerv der Teilnehmer. Ein intensiver Tag, der zeigte: Wissen, Übung und Prävention sind die wichtigsten Werkzeuge für mehr Sicherheit im winterlichen Gebirge.

<p>Sorgte für den Durchblick in Sachen Risikomanagement im winterlichen Gebirge: das Lawinensymposium auf der Zugspitze.</p>

Sorgte für den Durchblick in Sachen Risikomanagement im winterlichen Gebirge: das Lawinensymposium auf der Zugspitze.

© Holger Rupprecht

+++ Die zweite Runde der ALPIN-Tiefschneetage mit Vivalpin steht am 14. und 15. März auf dem Programm. Es geht mit Vivalpin auf die schönsten Ski-und Freetouren im Freetour- und Freeride-Spot Fieberbrunn. Die Anmeldung startet am 18. Dezember hier auf alpin.de. +++

Text von Holger Rupprecht

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