Wandern abseits des Ballermann-Klischees

Wandern auf Mallorca: Rassige Gipfelsteige und traumhafte Küstenwanderungen

Wer dem Winter entfliehen möchte oder seinen Bergfrühling schon vor dem hiesigen Mai starten möchte, findet auf den Balearen das perfekte Ziel. Die größte Insel, Mallorca, glänzt durch tolle Kontraste aus gelb-rötlichem Kalkfels und üppig grüner Vegetation, blauem Meer und herrlichen Bergen. Das Ziel für die Zwischensaison schlechthin.

Mallorca: Rassige Gipfelsteige und traumhafte Küstenwanderungen
© Wibke Helfrich

Mallorca kann mehr als Ballermann

Ballermann: Laute Musik, noch ­lautere Party-People, oft betrunken, ­unförmig, hummerrot. Das ist das gängige Mallorca-­Klischee. Wanderführer Josep blickt leicht genervt drein. "Mallorca ist nicht der Ballermann. Mallorca ist das hier." Er breitet seine Arme aus und schweift über das wilde Bergpanorama, das sich zu unseren Füßen ausbreitet.

Hier auf dem 1.113 Meter hohen Puig de sa Rateta ist der Ausblick gigantisch. Rundherum nichts als Natur: Baumlose Gipfel aus massivem Kalkstein recken sich in den strahlend blauen Himmel. Weiter unten leuchtet der Stausee Cuber in milchigem Türkisblau, dahinter der See Gorg Blau in – wie der Name sagt – tiefem Blau. 

<p>Auf den zahlreichen Küstenwanderungen genießt man herrliche Aussicht auf das türkisblau leuchtende Meer.</p>

Auf den zahlreichen Küstenwanderungen genießt man herrliche Aussicht auf das türkisblau leuchtende Meer.

© Wibke Helfrich

Pinien und Steineichen wachsen wie ein grüner Teppich die Hänge hinauf. Und filigrane Blumen wie Katzenlilie, Herbstzeitlose oder Zistrose verzieren die Wege mit ihren Farbklecksen. Im Tal weiden dicke, wollige Schafe unter rosa blühenden Mandelbäumen. Eine Bilderbuchkulisse. Und kaum in adäquate Worte zu fassen.

"Der Frühling ist bei uns die beste Zeit zum Wandern", verrät Josep. Während in Deutschland noch tristes Schmuddelwetter herrscht, erwacht die Natur hier bereits zu neuem Leben. So wie Josep. Früher war der Sohn eines Bauunternehmers Bauingenieur. Sein Weg schien vorgezeichnet.

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Text von Wibke Helfrich

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