Suche ohne Erfolg: Kein Zugang mehr zur Unfallstelle@(zwischenHeadlineTag)>
Die frühere Biathletin Laura Dahlmeier ist am 28. Juli 2025 bei einer Bergtour am Laila Peak im pakistanischen Karakorum ums Leben gekommen. Beim Abstieg wurde sie von einem herabfallenden Stein am Kopf getroffen. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte keine Hilfe mehr geleistet werden.
Nach dem Unglück wurden zunächst lokale Rettungskräfte und befreundete Alpinisten eingeschaltet. Doch wiederholte Versuche, den Körper zu lokalisieren, scheiterten an der gefährlichen Lage des Unfallorts: Steiles Gelände, instabile Schneebrücken und anhaltende Steinschläge machten ein sicheres Vorgehen unmöglich.
Letzter Bergungsversuch durch Thomas Huber@(zwischenHeadlineTag)>
Wie der Spiegel jetzt berichtet, reiste der bayerische Bergsteiger Thomas Huber im September 2025 im Auftrag der Familie in die Region, um einen letzten Such- und Bergungsversuch zu unternehmen. Unterstützt wurde er dabei von einem kleinen Team erfahrener Alpinisten. Nach tagelanger Suche mussten die Bemühungen jedoch abgebrochen werden. Die Leiche konnte nicht gefunden werden.
Nach Hubers Einschätzung liegt Dahlmeiers Körper vermutlich in einer Gletscherspalte, die durch nachrutschendes Eis und Geröll verschüttet wurde. Eine Bergung sei unter den aktuellen Bedingungen weder technisch machbar noch verantwortbar.
Auch die Behörden in Gilgit-Baltistan bestätigten, dass keine weiteren Maßnahmen geplant sind. Der Leiter der örtlichen Rettungsorganisation erklärte laut Medienberichten, die Risiken für Bergungsteams seien zu hoch, und die Wahrscheinlichkeit, den Körper zu finden, liege praktisch bei null.
Laut Aussagen von Dahlmeiers Familie wurde die Entscheidung, auf weitere Versuche zu verzichten, in enger Abstimmung getroffen. "Wir haben alles getan, was möglich war", erklärte ihr Vater im Interview mit dem Spiegel. "Aber der Berg gibt sie nicht mehr frei".
Andreas Dahlmeier schilderte zudem, warum die Familie dennoch auf eine Bergung gehofft hatte: "Wir wussten, dass sie sich an einer Stelle befand, an der andere Expeditionen vorbeikommen könnten. Wir wollten nicht, dass vielleicht Fotos von ihr gemacht werden. Deshalb wollten wir, dass sie geholt wird, wenn die Verhältnisse es zulassen".
Zudem soll Laura Dahlmeier selbst zu Lebzeiten geäußert haben, dass in einem Ernstfall keine Bergung unter Lebensgefahr erfolgen solle. Dieser Wunsch wurde nach Angaben des Familienumfelds respektiert.
Mit dem Abschluss der Suche gilt die Bergung nun als beendet. Der Körper bleibt am Laila Peak – an dem Ort, an dem die 30-Jährige verunglückte.


6 Kommentare
Kommentar schreibenRisiko hin, Risiko her, in Nepal hat man schon ganz andere Sachen gerockt, doch leider dürfen nur Militärhubschrauber aufsteigen und nicht Spezialisten mit dem nötigen Können, die auch über 6000 m retten können. Ihr Leben hätte man sicher nicht retten können, nur die Leiche bergen und das unter höchstem Risiko. Allerdings wissen die Spezialisten, was sie tun, irgendeiner hätte sie geborgen, aber wie gesagt mit höchstem Risiko, entgegen ihrer Verfügung und vielleicht hätte es Tote gegeben. Was Thomas Huber und Andreas Dahlmeier gemacht haben, ist absolut richtig gewesen.
Lieber Bernhard, was stellst du dir denn unter einem Bergungsversuch vor??? Das man stundenlang in steinschlaggefährdetem Gebiet herumklettert oder einen Hubschrauber incl. Besatzung riskiert, da ist Drohne und Fernrohr die bessere Lösung. Hätte man sie gefunden, wäre man unter höchstem Risiko zu ihr geklettert (entgegen der Verfügung) und hätte sie hoffentlich ohne Unfall geborgen. Selbst kleinere Steine können Hubschrauber zum Absturz bringen oder Menschen töten.
Thomas Huber hat sich sogar noch, erkundigt, ob Laura heil im Hochlager angekommen ist, er hat sich wirklich ernsthafte Sorgen gemacht, der schlimmste Alptraum hat sich leider erfüllt.
Thomas Huber kann man wirklich keinen Vorwurf machen, er hat noch versucht, Laura dahlmeier von der Besteigung des laila peak abzuhalten, nur leider nicht mit Nachdruck, konnte er aber auch schlecht, sie war fast 14 Jahre volljährig. Er hat sich bereiterklärt, Laura zu retten, und das aus Freundschaft und nicht aus irgendeinem anderen Grund.
Das ist doch Schwachsinn! Die letzte Bergungsmission wurde doch erst Wochen später bekannt und dann auch noch durch ein Interview mit dem Vater. Als Retter hat T. Huber sich nie aufgespielt, da ja sehr schnell klar war, dass Laura Dahlmeier verstorben ist. Außerdem bestand doch großes mediales Interesse, da muss man sich doch zwangsläufig äußern, wenn man dort vor Ort und mit der Familie in Austausch ist. Es ist einfach eine sehr tragische Geschichte und alle die irgendwie involviert sind - ob familiär oder freundschaftlich - werden da lange mit zu tun haben. In nächster Zeit wird jetzt aber endlich medial Ruhe einkehren, da eine Bergung jetzt nicht mehr möglich und die Sache somit abgeschlossen ist.
Persönlich glaube ich, dass Herr Huber nie sein Leben wegen medialer Resonanz riskiert hätte, sondern nur wegen der tiefen Freundschaft und Verbundenheit zu Laura Dahlmeier und seiner gefühlten Verpflichtung der Familie gegenüber.
Na ja, nach fast drei Monaten den - zumindest damals genauen - Unfallort nochmals aus der Entfernung mit einem Fernglas absuchen, würde ich jetzt nicht als Bergungsversuch bezeichnen. Für Thomas Huber ist und war es bisher eine schöne Marketing-Aktion in eigener Sache ohne sich dabei zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Es muss ja keiner sein Leben riskieren für eine Tote, aber sich seit Monaten nach zahlreichen Interviews als Retter/bester Freund/Extrembergsteiger ... von der Presse feiern zu lassen, so einer ist ein Media Climber. Wir werden noch viel hören und lesen von Laura Dahlmeier nicht zuletzt von Thomas Huber.