Die Vizepräsidentin der Oberalp-Gruppe im Interview

Ruth Oberrauch: "Frauen sind keine Anhängsel"

Ruth Oberrauch wuchs in einer Sportartikel-Familie auf: Vater Heiner ist Chef der Oberalp-Gruppe. Sie selbst deren Vice-President. Mit LaMunt entwickelte die Mutter zweier Söhne die erste Berg­sport-Marke nur für Frauen.

"Die neue Frau am Berg ist echt, natürlich und sensibel. Aber auch geschmackvoll, lebendig und stark" – Ruth Oberrauch.
© LaMunt

Ruth Oberrauch im Interview

Ruth Oberrauch findet, Frauen gingen anders in die Berge als Männer. Sie ­wollten nicht erobern oder bezwingen. Vielmehr ginge es ihnen um das Erlebnis an sich. Damit sie sich dabei wohlfühlen, hat die Südtirolerin Schnitte ­entworfen, die dem weiblichen Körper schmeicheln. Mit ihrer Marke setzt sie zudem auf ­natürliche, recycelte Stoffe und zirkuläres Design.

Erst 1997 nahm die letzte Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) Frauen als vollwertige Mitglieder auf.

In den vergangenen Jahren hat sich zum Glück sehr viel verändert. Wenn es um den Profisport geht, wird nicht nur wie in den 70er- und 80er-Jahren über Reinhold Messner, Hermann Buhl oder Sir Edmund Hillary berichtet. Heutzutage gibt es viele großartige Athletinnen, über die ebenso berichtet wird. Immer mehr stehen auch Frauen im Mittelpunkt der medialen Berichterstattung und sind fixer Bestandteil in den Athleten-Teams verschiedener Marken. Aber es sind nicht nur die Athletinnen, die Geschichten zu erzählen haben. Mit LaMunt geht es uns eben auch darum, Frauen ganz allgemein für die Berge zu begeistern.

<p>Abendstimmung an der ­Tschafonhütte.</p>

Abendstimmung an der ­Tschafonhütte.

© Daniel Hug
Zum ganzen Interview mit Ruth Oberrauch kommt ihr mit ALPIN+

Text von Andreas Haslauer

0 Kommentare

Kommentar schreiben