Bergunglück an der Hohen Munde: Bergrettung bleibt auf Kosten sitzen - Update vom 10. Februar 2025@(zwischenHeadlineTag)>
Österreichischen Medienberichten zu Folge verfügte der verunglückte 21-jährige Bergsteiger über keine Versicherung, welche die Kosten der Rettungsaktion und der Bergung übernehmen hätte können. Bei dem dreitägigen Einsatz seien insgesamt etwa 70.000 Euro Kosten aufgelaufen. Zitiert wird Michael Strigl, Ortsstellenleiter der Bergrettung Leutasch: "Wenn mehrere Ortsstellen über mehrere Tage hinweg eingebunden sind und der Hubschrauber zum Einsatz kommt, kann so eine Bergung schon ins Geld gehen. Ein Großeinsatz koste pro Stunde circa 1000 Euro.“
Auf den genannten 70.000 Euro Kosten der Aktion bliebe die Bergrettung nun sitzen. Eine Mitgliedschaft im Alpenverein oder eine Fördermitgliedschaft bei der Tiroler Bergrettung hätten dies verhindert.
Bergunglück an der Hohen Munde: Das ist passiert - Meldung vom 07. Oktober 2024@(zwischenHeadlineTag)>
Der Bergsteiger war gemeinsam mit einem Tourenpartner vom Parkplatz unterhalb der Rauthhütte in Richtung Gipfel aufgebrochen. Der Begleiter des 21-Jährigen entschloss sich aufgrund einsetzenden Schneefalls zur Umkehr, der junge Mann setzte den Aufstieg fort. Gegen 16 Uhr meldete er sich vom Ostgipfel des Berges.
Via Sprachnachricht bat er den abgestiegenen Freund, die Rettungskräfte zu alarmieren. Da sich zu diesem Zeitpunkt das Wetter bereits deutlich verschlechtert hatte, konnten die Einsatzkräfte kein Flugmanöver mehr starten. Deshalb machten sich 27 Bergretter an den terrestrischen Aufstieg, dabei konnten sie noch einmal telefonischen Kontakt zu dem jungen Mann herstellen.
Flugrettung aufgrund der Wetterbedingungen nicht möglich@(zwischenHeadlineTag)>
Dieser gab an, im verschneiten Gelände etwa 70 bis 100 Meter abgerutscht zu sein und sich dabei verletzt zu haben. Als die Einsatzkräfte im Suchgebiet auf etwa 2500 Metern eintrafen, konnten sie den jungen Mann trotz größter Bemühungen nicht lokalisieren. Gegen 21 Uhr musste die Suche aufgrund der steigenden Gefahr für die Retter unterbrochen werden.
Am Morgen des Folgetags wurde die Suche fortgesetzt. Erst gegen 16 Uhr konnte aus der Luft ein lebloser Körper entdeckt werden, dieser befand sich etwa 100 bis 150 Meter vom vorabendlichen Suchort entfernt. Aufgrund der hohen Absturzgefahr konnte niemand zu der Person absteigen. Auch Bergungsversuche aus der Luft scheiterten mehrfach.
Erst am Sonntag konnten Einsatzkräfte zu dem Verstorbenen absteigen und die Identität final bestätigen. Wie Medien berichten, war der junge Mann kein erfahrener Bergsteiger.
Die Tour auf die Hohe Munde im Mieminger Gebirge ist (bei guten Bedingungen!) eine mittelschwere konditionell anspruchsvolle, abwechslungsreiche Bergtour.


1 Kommentar
Das ist wirklich tragisch. Da bleibt nur Mitleid für die Angehörigen aber auch heftigstes Kopfschütteln. Alter Schwede