Sohn musste Unfall mitansehen

100-Meter-Sturz durch steile Rinne: Bergnot am Großglockner

Am 30. April 2025 hat sich am Großglockner ein schwerer Bergunfall ereignet. Ein 64 Jahre alter Mann ist 100 Meter durch eine steile Rinne abgestürzt und hat schwere Verletzungen erlitten.

100-Meter-Sturz durch steile Rinne: Alpinunfall am Großglockner (<strong>Symbolbild</strong>, keine aktuellen Verhältnisse!)
© IMAGO / Wirestock

100-Meter-Sturz durch steile Rinne: Alpinunfall am Großglockner

Laut einer Mitteilung der Polizei Tirol waren der 64-Jährige und sein Sohn am 30. April 2025 gemeinsam von Kals zum Großglockner aufgebrochen. Gegen 10:30 Uhr stieg der mit Steigeisen und Eispickel ausgerüstete Mann über das "Glocknerleitl" in Richtung "Sattele" auf.

Dabei rutschte er auf einer Höhe von etwa 3500 Metern vor den Augen seines Sohnes auf einer dünnen Schneeschicht aus und kam zu Fall. Der Alpinist stürzte infolge etwa 100 Meter durch eine steile, schneebedeckte Rinne ab und erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Sein Sohn setzte umgehend den Notruf ab, woraufhin der Verletzte per Hubschrauber geborgen und ins Lienzer Krankenhaus geflogen wurde.

Über den Normalweg auf den Großglockner (3798 m)

Der Normalweg auf den Großglockner (II, 40 Grad, PD+) ist eine anspruchsvolle Hochtour mit Start an der Stüdlhütte oder der Adlersruhe. Die Schwierigkeit der Route variiert je nach Bedingungen. An Schönwetterwochenenden herrscht reger Betrieb am höchsten Gipfel Österreichs, was oftmals zu langen Wartezeiten und Staus führt. Nur äußerst erfahrene und konditionsstarke Bergsteiger schaffen die Tour an einem Tag. Berg- und Hochtourenausrüstung erforderlich!

0 Kommentare

Kommentar schreiben