Einsatz für Natur, Umwelt und Klimaschutz

Felix Neureuther wird UN-Botschafter für Gletscher und Berge

Seit Jahren macht sich Felix Neureuther für einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit der Bergwelt stark. Nun wird sich der ehemalige Ski-Profi dafür auch auf offizieller Ebene als UN-Botschafter für Natur, Umwelt und Klimaschutz einsetzen.

Felix Neureuther wird UN-Botschafter für Gletscher und Berge
© picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Felix Neureuther wird UN-Botschafter für Gletscher und Berge

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, haben die Vereinten Nationen (UN) den 41-Jährigen am vergangenen Dienstag zum UN-Botschafter für Gletscher und Berge ernannt. Bereits in den Vorjahren hatte es sich der Autor mehrerer (Kinder-)Bücher zur Aufgabe gemacht, Umweltschutz in den Alpen und vor allem in den Bergen rund um seine Heimatstadt Garmisch-Partenkirchen einer breiteren Öffentlichkeit nahezubringen.

"Bei der UN werden viele zukunftsträchtige Entscheidungen getroffen. Wenn man mit gesundem Menschenverstand mit Menschen sprechen kann, die Entscheidungen treffen und sie emotional in eine Richtung lenken kann, dann hat das schon einen Impact", äußerte sich Neureuther nach der offiziellen Ernennung. Neben seiner eigenen Aufklärungsarbeit hat der ARD-Wintersportexperte bereits vor Jahren eine eigene, nach ihm benannte Stiftung ins Leben gerufen, die vor allem Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung in der Natur motivieren will.

"Es ist extrem wichtig, dass die nächste Generation die Natur auch noch genießen kann"

Zuletzt hatte Felix Neureuther auch in den TV-Produktionen "Alpentourismus in Gefahr" und "Spiel mit den Alpen" gegen den Massentourismus am Berg und für Schutzmaßnahmen Stellung bezogen. Zunehmend kritisch betrachtet der Wintersportler in diesem Zusammenhang auch das alpine Ski(renn)fahren. Das Ziel seiner neuen Rolle sei es Menschen, "emotional an die Natur heranzuführen und ihnen die Schönheit der Natur zu zeigen, damit sie sie auch so hinterlassen, wie sie sie vorgefunden haben," äußerte er sich weiter.

Es gehe ihm keineswegs um Verbote, sondern um einen achtsamen Umgang, äußerte er sich abschließend: "Die Menschen sollen in die Natur gehen, die Menschen sollen Skifahren gehen, sie sollen Freude an der Natur haben – vor allem die kleinsten. [...] Es ist extrem wichtig, dass die nächste Generation die Natur noch genauso genießen kann, wie wir es tun. Dazu müssen wir aber Dinge umsetzen."

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5 Kommentare

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Johannes

@Bruno "Für alpin.de ein Tipp - ein Fotowettbewerb mit den übelsten Verschandelungen der Berge ausrufen"

Find ich einen super Vorschlag! Das würde auch mal die andere Seite beleuchten.

Bitte umsetzen!

Bruno

"...die Menschen sollen Skifahren gehen... Dazu müssen wir aber Dinge umsetzen.
Genau, Herr Neureuther, das setzen wir um! Berge wegsprengen, Lifte und Beschneiungsanlagen bauen, Wald für Rutschpisten ausholzen, daneben wie - und nicht nur - unterhalb des Laggihorns gesehen, Sauftempel wie die "Schatzi-Bar" errichten, natürlich die obligatorischen, mondänen "Wintersportorte" in der Umgebung aufbauen, wo man z.B. wie in Sölden gesehen, am Ortseingang von einer Nachtbar mit blinkenden Neonherzchen begrüßt wird. Da werden die Kinder "emotional an die Natur herangeführt". Dann viel Erfolg bei diesem Vorhaben, Bruno
PS Falls mir jemand Zynismus vorwirft, so kann ich zu meinem Kommentar unendlich Bildmaterial liefern
PS2 Für alpin.de ein Tipp - ein Fotowettbewerb mit den übelsten Verschandelungen der Berge ausrufen.

Ingo

@Walter: so weit würde ich gar nicht gehen und von "kognitiv" im Zusammenhang mit Preisskifahrern zu reden. Aber mal wieder schön zu sehen, dass diejenigen die am meisten die Umwelt zerstören mit ihrem Beruf "Skifahren", dann am lautesten schreien und sich in den Vordergrund drängen, wenn die Karriere zu Ende ist und man Anschlussbeschäftigung braucht, da macht manch einer alles für die paar Kröten.

Robert

Herr Kovacs,
ich kann ihnen nur zustimmen.
Geld hilft oft dabei die persönliche Einstellung zu überdenken.
Herr Neureuther ist ein Paradebeispiel dafür.

Walter J. Kovacs

Erst um die Welt jetten, um
auf kunstbeschneiten Hängen
hinter Hirscher herzufahren.

Danach als Sportexperte schön weiter am ressourcenvernichtenden Skizirkus partizipieren.

Aber zugleich den Vorzeigeumweltschützer geben, die Natur bewahren und gar die Gletscher - die nun mal dem Klima unterworfen sind - retten wollen. Das nenne ich mal ein Paradebeispiel für kognitive Dissonanz.

Diese ständige Medienpräsenz und wohlfeile Selbstvermarktung nerven nur noch.