Blockiert in ausgesetzter Passage

Panikattacke im Klettersteig: Mann aus Drachenwand gerettet

Höhe und Ausgesetztheit sind auf Klettersteigen fast immer inklusive. Einem Bergsteiger wurde am Donnerstag (29. Mai 2025) am Drachenwand-Klettersteig beides zu viel. Er musste nach einer Panikattacke von der Bergrettung ins Tal begleitet werden.

Bergrettung per Helikopter (Symbolbild)
© IMAGO / Daniel Scharinger

Panikattacke am Klettersteig: Bergrettung eilt zu Hilfe

Eine Klettersteigtour auf die Drachenwand in Oberösterreich endete für einen tschechischen Staatsbürger am Donnerstag mit einem Einsatz der Bergrettung. Gemeinsam mit einem gleichaltrigen Begleiter war der 24-Jährige auf dem anspruchsvollen Klettersteig unterwegs, im Bereich der Hängebrücke war der Mann von Höhe und Ausgesetztheit der Route überfordert. Er erlitt ein Panikattacke und traute sich im Klettersteig nicht mehr selbstständig weiter.

Nach Eingang des Notrufs stiegen mehrere Mitglieder der Bergrettung Mondseeland in die Ferrata ein, um den Mann aus seiner Lage zu retten. Parallel dazu startete ein Polizeihubschrauber zur Bergung per Tau. Aufgrund widriger Wetterverhältnisse mit starkem Wind und einer aufziehenden Regenfront musste dieser Versuch jedoch abgebrochen werden.

Die Bergretter sicherten den Blockierten schließlich mit einem Seil und begleiteten ihn nach oben. Anschließend wurde er über eine Forststraße mit einem Einsatzfahrzeug ins Tal gebracht. Insgesamt waren rund zehn Retter und ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe Gmunden im Einsatz.

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Drachenwand-Klettersteig: Atemberaubende Tiefblicke für fitte Klettersteiggeher

Der Drachenwand-Klettersteig zählt zu den eindrucksvollsten Klettersteigen im Salzkammergut und bietet auf rund 400 Höhenmetern ein alpines Erlebnis mit Tiefblick auf den Mondsee. Die Route ist mit der Schwierigkeit C/D bewertet (kann über eine Seilbrücke mit Schwierigkeit B umgangen werden) und richtet sich daher an trittsichere, schwindelfreie und körperlich fitte Bergsportler mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung.

Aufgrund der Beliebtheit des Steigs und seiner exponierten Lage kann es vor allem an Wochenenden zu Wartezeiten kommen. Immer wieder ereignen sich auch teils tödliche Unfällen in der mittlerweile stark abgespeckten Ferrata. So hatte letztes Jahr ein Überholvorgang ein tödliches Ende.

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