Vor den Augen der Freundinnen verunfallt

Absturz über senkrechte Felswand: Wanderin an der Pyramidenspitze verstorben

Am 25. Juni 2025 ist eine Wanderin an der Pyramidenspitze im Zahmen Kaiser tödlich verunglückt. Ihre Begleiterinnen hatten das Unglück mitansehen müssen.

Absturz über senkrechte Felswand: Wanderin an der Pyramidenspitze verstorben
© IMAGO / Dreamstime

Absturz über senkrechte Felswand: Wanderin an der Pyramidenspitze verstorben

Die 76 Jahre alte Frau war laut Polizeiangaben gemeinsam mit zwei Freundinnen auf die Pyramidenspitze (1997 m) im Zahmen Kaiser unweit von Kufstein aufgestiegen. Gegen 8:15 Uhr hatte das erfahrene Wandertrio bereits den Gipfel erreicht und begann mit dem Abstieg. Im steilen, teilweise felsdurchsetzten und steinschlaggefährdeten Gelände in der Ostflanke ereignete sich der Unfall.

Die Wanderin trat gegen 10:05 Uhr in den Grasschrofen mit einem Fuß über den Wegesrand hinaus. Durch den Schritt ins Leere verlor sie das Gleichgewicht, stürzte und überschlug sich mehrfach in dem über 50 Grad steilen Gelände. Da sie den Fall nicht mehr eigenständig bremsen konnte, fiel sie infolge über eine nahezu senkrechte Felswand etwa 17 Meter in die Tiefe.

Die Wanderin kam in einer mit Steinen und Felsen gefüllten Rinne auf etwa 1757 Metern zum Liegen. Ihre Begleiterinnen stiegen umgehend zur Schwerstverletzten ab und leisteten Erste Hilfe. Auch weitere im Aufstieg befindliche Bergsteiger beteiligten sich an den Hilfeversuchen. Der umgehend alarmierte Rettungshubschrauber traf gegen 10:20 Uhr bei der Verunfallten ein, konnte jedoch nur noch den zwischenzeitlich eingetretenen Tod der Frau feststellen.

Über die Pyramidenspitze im Zahmen Kaiser

Die 1997 Meter hohe Pyramidenspitze ist die höchste Erhebung im Zahmen Kaiser. Aus allen Himmelsrichtungen führen Wanderwege und Steige auf den Gipfel, die allesamt Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Kondition erforderlich machen. Je nach Anstieg müssen kurze stahlseilversicherte und stark exponierte Passagen bewältigt werden. Insbesondere die von den Wanderinnen gewählte Route durch die Ostflanke hinab ins Winkelkar ist steil und anspruchsvoll.