Mann überlebt Blitzeinschlag

Dolomiten: Deutscher Wanderer vom Blitz gestreift

Nahe der Carducci-Hütte ist ein Wanderpaar knapp an einer Tragödie vorbeigeschrammt, als ein etwa 30-Jähriger vom Blitz gestreift und bewusstlos wurde.

Gewitter über den Bergen (Symbolbild)
© picture alliance / Jan Eifert

Wanderer wird vom Blitz gestreift

Am 01. Juli kam es für ein deutsches Wandererpaar in den Belluneser Dolomiten nahe der Carducci-Hütte zu einem dramatischen Ereignis. Als die beiden etwa 30-Jährigen fast ihr Ziel erreicht hatten, wurde der Mann auf über 2000 Metern Höhe von einem Blitz gestreift und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Die Frau blieb unverletzt.

Der Mann erholte sich schnell und setzte mit seiner Partnerin die Wanderung zur Carducci-Hütte fort. Nach ihrer Ankunft alarmierten sie die Rettungskräfte, die mit einem Notarzthubschrauber der Aiut Alpin Dolomites zur Hütte flogen. Der Mann hatte leichte Verbrennungen erlitten und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus in Bozen geflogen.

Die Carducci-Hütte, betrieben vom italienischen Alpenverein (CAI), befindet sich auf 2297 Metern Höhe im oberen Teil des Val Giralba. Prominenter Gipfel in unmittelbarer Umgebung der Hütte ist beispielsweise der Zwölferkofel (3094 m), zudem liegen zahlreiche weitere bekannte und beliebte Wege, Berge und Hütten in kurzer Distanz zu dem Schutzhaus (Alpinisteig, Zsigmondyhütte, Drei Zinnen).

Was tun, wenn's am Berg blitzt und donnert?

Fünf Tipps zum richtigen Verhalten findest du in dieser Liste, tiefergehende Informationen bietet dieser Artikel zum Thema "Gewitter im Gebirge".

  • Tipp 1: Runter von Grat und Gipfel! Ausgesetzte Grate und alleinstehende Erhebungen wie Gipfelkreuze und Felstürme sollte man so schnell wie möglich verlassen.

  • Tipp 2: Felshöhle suchen. Man entfernt sich von Stahlseilen und sucht – falls möglich – eine größere Felshöhle zum Schutz auf. Der Felswand bleibt man dabei aber so gut es geht fern, mindestens 1,5 Meter.

  • Tipp 3: Kauerstellung. In der Kauerstellung und mit geschlossenen Beinen auf einer isolierenden Unterlage, wie Rucksack oder Seil, hockend darauf warten, dass das Gewitter vorübergeht. Abstand halten von Wasserläufen und freistehenden Erhebungen wie Masten oder Bäumen. 

  • Tipp 4: Gesichert bleiben. Im absturzgefährdeten Gelände, z. B. am Klettersteig, stets gesichert bleiben. Sicherung eher an einer Eisenklammer als am Drahtseil festmachen und wenn möglich die Sicherung unterhalb des Herzens anbringen.

  • Tipp 5: Warm bleiben. Gegen Nässe und Auskühlung kann man sich mit Biwaksack und Funktionsbekleidung schützen.

Text von Holger Rupprecht

1 Kommentar

Kommentar schreiben
Flachlandtiroler

Die Tipps sind alt bekannt und ziemlich nutzlos. Das Problem: Die Blitze sind oft vor dem Rand der Front. Das heißt, während man versucht, dem herannahenden Gewitter - sprich dem Starkregen zu entkommen versucht, ist man schon in Gefahr. Wer geht denn in Hockstellung und wartet darauf, dass es zu schütten anfängt? Und wenn man dann so richtig in Starkregen, Sturm und Blitzen drin steckt dann hockt man sich nicht auf seine Jacke sondern kriecht drunter oder sucht sich einen Unterschlupf wenn man kann. Und niemand legt sich bei starkem Regen auf freiem Feld auf den Boden in den Schlamm, sollte er auf freiem Feld überrascht werden.