Seit Ende Juli vermisst

Schweizer Alpen: Vermisster deutscher Wanderer tot aufgefunden

Ein 44-Jähriger ist am 30. Juli 2025 in Richtung Weissmieshütte aufgebrochen. Seitdem fehlte von dem Wanderer jede Spur. Nun wurde die Leiche des Mannes gefunden.

SYMOLBILD | Blick auf Weissmies, Matterhorn, Weißhorn (Kanton Wallis).
© picture alliance / imageBROKER | Daniel Bärtschi

08. August 2025 | Vermisster Wanderer tot aufgefunden

Wie die Kantonspolizei Wallis mitteilt, wurde am 3. August 2025 eine leblose Person im Bereich des Hohlaubgletschers über Saas-Grund entdeckt. Nach Bergung des Toten wurde eine formelle Identifikation durchgeführt, bei der sich herausstellte, dass es sich um den vermissten 44-Jährigen aus Deutschland handelte.

Der Wanderer war zuletzt am Morgen des 30. Juli lebend gesehen worden, als er von der Almagellerhütte bei Saas-Almagell in Richtung Weissmieshütte aufgebrochen war. Dort war er jedoch nie angekommen, seine Familie meldete den Mann als vermisst. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

05. August 2025 | Vermisstenmeldung der Kantonspolizei Wallis

Die Kantonspolizei Wallis hat am 02. August 2025 eine Vermisstenmeldung veröffentlicht. Darin heißt es wörtlich: 

"Auf Wunsch der Familie bitten wir Sie, die folgende Vermisstenmeldung zu verbreiten: Der 44-jährige Sebastian D. brach am Morgen des 30. Juli 2025 um 5 Uhr alleine von der Almagellerhütte bei Saas-Almagell in Richtung Weissmieshütte auf. Dort ist er jedoch nie angekommen. Beschreibung (siehe Foto): Ca, 180 cm, schlanke Statur, kurze dunkelblonde Haare, blaue Augen. Angaben zur Bekleidung liegen nicht vor. Sebastian D. spricht Deutsch."

Über das Gebiet der Vermisstensuche

Die Almagellerhütte in den Walliser Alpen liegt auf 2894 Metern Höhe und ist Ausgangspunkt vieler Hoch-, Kletter- und Wandertouren. Bekanntes Ziel ist der Weissmies (4017 m), an dessen Südseite sich die Hütte befindet.

Die Bergwanderung zur benachbarten auf 2726 Metern Höhe gelegenen Weissmieshütte (Ausgangspunkt u. a. für das Lagginhorn, 4010 m) ist mittelschwer und erfordert Trittsicherheit. 

5 Kommentare

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aputo

Ja das ist ein wenig verwirrend. Es gibt tatsächlich zwei. Den am Hohlaubgrat bei der Britannia-Hütte gehört dann wohl zur Gemeinde Sass-Almagelln, und den Gletscher der oberhalb Zion Hohsass zum Lagginjoch hochzieht. Also sozusagen der Gletscher zwischen Lagginhorn und Weissmies heißt ebenfalls Hohlaubgletscher.

Medienmitteilung

Auf die Anfrage, ob vielleicht der Triftgletscher mit dem Hohlaubgletscher verwechselt worden sei, antwortete die Polizei, dass in der Medienmitteilung die Region (fett gedruckt) des Hohlaubgletschers genannt worden sei.

Esther Baer

Aber der Hohlaubgletscher ist doch oberhalb der Britanniahütte auf der andern Talseite. Oder gibt es noch einen andern Hohlaubgletscher??

aputo

Der Fundort am Hohlaubgletscher deutet aber nicht auf die Wanderung hin.
Schaut eher nach einer versuchten Überschreitung des Weissmies aus.
Und dann im Abstieg verhauen, auf den Hohlaubgletscher fällt man eigentlich nur vom N-Grat und der ist als Abstieg denkbar ungeeignet. Wobei auch der Normalweg als Sologänger im Abstieg ein ziemliches Vabanque-Spiel ist.

Mario

Wir waren letztes Jahr auf der Almageller Hütte. Die Übergänge zu anderen Hütten schienen mir aber jetzt nicht sonders schwer. Haben viele Kinder auch gemacht. Hoffe der Bursche wird gefunden und ihm ist nichts passiert.