Aufwendige Bergrettung am Hochlantsch

21-Jährige muss wegen Erschöpfung aus Klettersteig gerettet werden

Am 13. September 2025 kam es am steirischen Hochlantsch (1.720 m) zu einem spektakulären Rettungseinsatz. Eine 21-jährige Kletterin aus Tschechien musste im Franz-Scheikl-Naturfreunde-Klettersteig gerettet werden, nachdem sie körperlich erschöpft aufgeben musste.

21-Jährige muss wegen Erschöpfung aus Klettersteig gerettet werden
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Massive Probleme im Franz-Scheikl-Klettersteig

Die junge Frau und ihr 23-jähriger Begleiter waren gegen 11:00 Uhr in Breitenau gestartet, um den beliebten Klettersteig am Hochlantsch zu begehen. Der Steig ist mit Schwierigkeitsgrad C ("schwierig") bewertet und verlangt solide Kondition, Armkraft und alpine Erfahrung. Bereits nach dem ersten Drittel bekam die 21-Jährige massive Probleme und konnte nicht mehr weiterklettern.

Nachkommende Kletterer setzten einen Notruf ab. Da dichter Nebel einen Hubschraubereinsatz verhinderte, musste die Bergrettung die Frau in einer aufwendigen Seilbergung zurück ins Tal bringen. Ihr unverletzter Begleiter wurde vom Bergführer der Alpinpolizei Hochsteiermark über den Steig abgeseilt und sicher ins Tal geführt.

Rettungseinsatz mit 35 Helfern

Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte der Bergrettung Hochschwab, der Alpinpolizei Hochsteiermark und der Feuerwehr Breitenau am Hochlantsch beteiligt. Die Rettung dauerte mehr als sechs Stunden und verlangte den Helfern höchste Konzentration. Nach einer Erstversorgung begaben sich beide Klettersteiggeher selbstständig in ärztliche Behandlung.

<p>Blick auf den Hochlantsch im Grazer Bergland.</p>

Blick auf den Hochlantsch im Grazer Bergland.

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Über den Hochlantsch und den Franz-Scheikl-Naturfreunde-Klettersteig

Der Hochlantsch ist der höchste Gipfel der Grazer Bergland-Berge und ein beliebtes Ziel für Wanderer, Bergsteiger und Klettersteigfans. Der Franz-Scheikl-Naturfreunde-Klettersteig auf den Gipfel ist landschaftlich eindrucksvoll. Er zählt zu den beliebtesten Steigen der Region, sollte aber nicht unterschätzt werden.

Mit einer Länge von rund 400 Höhenmetern im Steig und zahlreichen ausgesetzten Passagen verlangt die Route Ausdauer, Kraft und Trittsicherheit. Für weniger Geübte kann der Steig rasch überfordernd sein, wie der aktuelle Einsatz zeigt.

Text von Holger Rupprecht

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