Uhr wird um eine Stunde zurückgestellt

Achtung: Zeitumstellung! Darauf solltet ihr jetzt bei euren Bergtouren achten

Am kommenden Wochenende steht die Zeitumstellung auf Winterzeit bevor: In der Nacht von Samstag, 25. Oktober, auf Sonntag, 26. Oktober wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt – von 03:00 auf 02:00 Uhr. Damit geht die Sonne künftig bereits gegen 17:00 Uhr unter. Für Wanderer und Bergsteiger bedeutet das: kürzere Tage, eine früher einsetzende Dunkelheit und die Notwendigkeit einer angepassten Tourenplanung.

Herbst in den Bergen
© IMAGO / Stefan Schwenke

Achtung: Zeitumstellung! Darauf solltet ihr jetzt bei euren Bergtouren achten

In die Dunkelheit zu geraten ist mit entsprechender Ausrüstung nicht unbedingt ein Problem: Eine Stirnlampe mit vollem Akku, warme Kleidung und auch ein warmes Getränk im Rucksack verschaffen hier den notwendigen Sicherheits-Spielraum. 

Wie ein aktueller Einsatz der Bergwacht Oberstdorf am Nebelhorn zeigt, kann eine Fehleinschätzung der Tageszeit aber auch schnell gefährlich werden: Drei Wanderer verschätzten sich am Sonntag (19. Oktober 2025) beim Abstieg, fühlen sich in der Dunkelheit erschöpft und mussten von der Bergwacht mit einem Sonderfahrzeug sicher ins Tal gebracht werden.

Spätestens mit der Winterzeit ruft für Wanderer das Saisonende. Wer jetzt in den Bergen unterwegs ist, sollte bei der Tourenplanung den frühen Sonnenuntergang berücksichtigen und rechtzeitig umkehren, bevor die Dunkelheit einsetzt.

Die Bergwacht Oberstdorf appelliert deshalb: "Bitte Touren realistisch planen, Ausrüstung der Kälte anpassen und bei schwierigen Bedingungen rechtzeitig umkehren." In schattseitigen Höhenlagen können auch jetzt schon winterliche Verhältnisse mit eisigen Temperaturen, Schneefeldern und Eisflächen auftreten. Entsprechende Ausrüstung mit zusätzlichen Wärmeschichten wie Isolationsjacke, Mütze und Handschuhen gehört jetzt ins Gepäck.

ALPIN-Online-Redakteur und Trainer C Bergwandern Thomas Harrer gibt ein paar wichtige Tipps für Touren in der Übergangszeit:

  • Start früh am Tag: Früh losgehen, um ausreichend Tageslicht zu nutzen.

  • Ausrüstung anpassen: Wärmeschicht (Isolationsjacke aus Daune oder Kunstfaser), Handschuhe, Mütze und Stirnlampe gehören jetzt in jeden Rucksack.

  • Wetter und Bedingungen prüfen: In schattseitigen Lagen herrschen bereits winterliche Verhältnisse mit Vereisung und Schneeresten. Ein Blick auf die Webcams eurer Zielregion zeigt euch direkt die Schneelage!

  • Realistische Zeitplanung: Verlängerte Gehzeiten durch Kälte, Schnee und Ermüdung.

  • Geschlossene Hütten: Die meisten Berghütten haben die Saison schon beendet. Brotzeit, Energierigel und eine Thermoskanne mit Tee gehören jetzt ins Gepäck!

Bergtouren im Herbst: Vier Tipps vom DAV
Das gilt es im Herbst zu beachten
Bergtouren im Herbst: Vier Tipps vom DAV

Wechselnde Temperaturen, kürzere Tage, Schnee in höheren Lagen – mit dem fortschreitenden Jahr müssen Wandertour und Ausrüstung den Verhältnissen angepasst werden. So ist man gut vorbereitet und sicher in den Bergen unterwegs.

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Text von Thomas Harrer

3 Kommentare

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Thomas vom ALPIN Team

Hallo @Tom, Danke für deinen Kommentar. Wie man sein Know-how am Berg am besten aufbaut (Kurs bei der DAV-Sektion, geführte Touren, Bergführer, etc.) wäre natürlich auch mal wieder einen Beitrag wert. Da hast du Recht.

Die Zeitumstellung war für uns jetzt ein guter Aufhänger, gerade die "Nicht-Profis" unter unseren Lesern auf das Thema Sicherheit am Berg zu stupsen und somit den einen oder anderen Berganfänger vor Fehlern zu bewahren.

Markus

Tja Tom, das ist DEINE Einschätzung. Gut, dass DU so versiert und erfahren bist.
Aber als Alpinpädagoge und Bergretter kann ich Dir sagen: Man muss immer auf alles - besonders aber auf scheinbar belanglose Dinge im alpinen Hochgebirge hinweisen .... und das sowohl für Gäste wie AUCH für Einheimische, die sich oftmals viel zu selbstsicher sind.
Beispiel: Im Gebirge hat man selbstverständlich Bergschuhe an .... "Selbstverständlich"? Nee, leider bei recht vielen Wanderern nicht.
Liebe Grüße,
Markus

Tom

Ich finde es ja generell gut, wenn auf aktuelle Risiken hingewiesen wird.
Aber muss man wirklich auf die Zeitumstellung in einem alpinen Fachmagazin hinweisen? Ist das nicht etwa auf einem Niveau mit dem Hinweis "Einatmen, Ausatmen, Einatmen,...".
Viel essentieller wäre aus meiner Sicht darauf hin zu arbeiten, dass die passenden Ausbildungsprogramme der Alpenvereinssektionen besucht werden, bevor man sich im alpinen Raum bewegt. Dort wird alles Wissen und Können vermittelt, das viele Einsätze der Bergwacht überflüssig macht.
VG