Eisklettertour am Klockelefall@(zwischenHeadlineTag)>
Der Unfall ereignete sich laut Landespolizeidirektion Tirol während einer Eisklettertour am "Klockelefall" im Gemeindegebiet von St. Leonhard im Pitztal. Der Eisfall ist nach der WI-Skala mit 3 bis 4 bewertet und zählt damit zu den moderat anspruchsvollen Eistouren der Region. Die beiden Kletterpartner – ein neununddreißigjähriger Österreicher und eine gleichaltrige Deutsche aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen – kletterten die Route wechselseitig und erreichten nach acht Seillängen sowie 450 Metern am laufenden Seil das Ende des Eisfalls.
Nach dem Ausstieg querten die beiden über wegloses Gelände zum Sommerweg in Richtung Luibisalm. Etwa 200 Höhenmeter weiter entfernten sie aufgrund aperer Stellen und optimalem Trittschnee ihre Steigeisen. Nach weiteren rund 100 Höhenmetern verlor die Frau auf einer vereisten Stelle den Halt und stürzte über felsdurchsetztes, teilweise senkrechtes Gelände etwa 70 Höhenmeter ab.
Schwere Verletzungen und schwierige Rettung@(zwischenHeadlineTag)>
Der Begleiter setzte sofort den Notruf ab und stieg zur Verunfallten ab. Die Polizei Tirol berichtet, dass eine Hubschrauberbergung aufgrund der Witterung nicht möglich gewesen sei. Die Bergrettung Innerpitztal führte daher eine terrestrische Rettung durch, bestehend aus liegendem Abseilen und dem Transport mittels Skidoo-Rettungsschlitten. Anschließend wurde die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus Zams gebracht.
Experteneinschätzung: Abstieg oft unfallträchtiger als die Kletterroute@(zwischenHeadlineTag)>
Bergretter weisen regelmäßig darauf hin, dass Abstiege häufig unterschätzt werden. Müdigkeit, wechselnde Untergrundbedingungen und aper werdende Steige können das Risiko für Unfälle erhöhen.


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