Mehrere Notfälle binnen weniger Stunden

Unfall, Blockade, Sturz: Rettungseinsätze an Sudelfeld und Wendelstein

Die Bergwacht Leitzachtal hat am Sonntag (22. März 2026) gemeinsam mit umliegenden Bereitschaften mehrere Einsätze in den bayerischen Alpen bewältigt. Innerhalb weniger Stunden mussten die Einsatzkräfte zu drei Notfällen ausrücken – darunter ein schwer verletzter Skifahrer, ein blockierter Wanderer sowie eine gestürzte Berggeherin.

Unfall, Blockade, Sturz: Rettungseinsätze an Sudelfeld und Wendelstein (Symbolbild)
© IMAGO / Jan Eifert

Am Mittag wurde die Bergwacht ins Skigebiet Sudelfeld alarmiert. Auf der Familienabfahrt hatte sich ein Skifahrer bei einem Sturz schwere Gesichts- und Kopfverletzungen zugezogen. Nach der Erstversorgung durch Einsatzkräfte der Bergwacht Hausham und einen Notarzt wurde der Patient mit dem Akia zum Landeplatz gebracht. Ein Rettungshubschrauber der österreichischen Flugrettung übernahm den Transport in eine Spezialklinik nach München.

Nur kurze Zeit später folgte der nächste Einsatz am Wendelstein: Ein Wanderer hatte einen Notruf abgesetzt, nachdem er sich in der Westwand verstiegen hatte und nicht mehr weiterkam. Einsatzkräfte der Bergwacht konnten rasch Sichtkontakt herstellen und den Mann sichern. Da ein Abstieg nicht möglich war, wurde ein Polizeihubschrauber angefordert. Ein Luftretter wurde per Winde abgesetzt und brachte den Blockierten sicher ins Tal.

Parallel dazu lief ein weiterer Einsatz am Breitenstein. Eine junge Frau hatte sich bei einem Sturz auf einer Forststraße eine Knieverletzung zugezogen und konnte nicht mehr selbstständig weitergehen. Die Bergwacht versorgte die Verletzung vor Ort und brachte die Patientin ins Tal. Der Einsatz endete am Nachmittag. Die Bergwacht betonte die gute Zusammenarbeit mit den benachbarten Bereitschaften sowie der Polizei.

Bergtouren im Frühjahr: Darauf müsst ihr derzeit achten

Der Einsatz verdeutlicht ein typisches Problem der Übergangszeit: Während im Tal bereits nahezu frühlingshafte Bedingungen mit wenig oder kaum Schnee herrschen können, bestehen in höheren Lagen weiterhin winterliche Verhältnisse. Diese grundlegenden Hinweise solltet ihr derzeit beachten:

  • Ausrüstung: Erste-Hilfe-Set, Stirnlampe, warme Kleidung, Mütze, Handschuhe, Rettungsdecke, Biwaksack, Riegel und (warmes) Getränk gehören wie ein voll geladenes Handy und gegebenfalls eine zusätzliche Powerbank in jeden Rucksack!

  • Aktuelle Wetter- und Lawinenberichte prüfen. Schneefallgrenzen und Temperaturen berücksichtigen. Ab welcher Höhe liegt Schnee? Wie viel?

  • Exposition der Tour checken: Ist sie nordseitig oder südseitig? Das kann erhebliche Unterschiede bezüglich der Schneemenge auf der geplanten Route machen!

  • Realistisch planen: Dauer, Höhenmeter und Schwierigkeit an Verhältnisse und eigene Kondition anpassen. Gegenüber dem Sommer verringerte Stundenzahl an Tageslicht bedenken.

  • Checken, ob eventuell auf der Route liegende Hütten geöffnet haben. Ist dies nicht der Fall, entsprechend Proviant und fehlende "Aufwärm- und Ruhemöglichkeit" bedenken.

  • Bei Unsicherheit: Frühzeitig umkehren und in der eigenen Spur absteigen.

  • Route mitteilen: Angehörige oder Freunde informieren, wohin man geht und wann man zurück sein will. Bei Überschreitung des Rückkehrzeitpunktes Rettungskette vereinbaren.

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