Alpine Notlage im Berchtesgadener Land

Im falschen Gelände: Bergrettung holt Wanderer aus steiler Schnee-Rinne

Ein 44-jähriger Urlauber aus der Schweiz ist am Karfreitag (03. April 2026) nördlich von Bad Reichenhall im Bereich des Fuderheubergs in steilem, weglosen Gelände in eine Notlage geraten. Die Bergwacht rettete den Mann unverletzt per Hubschrauber.

Rettungshelikopter im Einsatz
© BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

In Absturzgelände verstiegen: Bergrettung rettet Wanderer am Fuderheuberg

Der Mann hatte sich in der winterlichen Talreiße am Fuderheuberg verstiegen. In dem steilen Gelände blieb er schließlich im Schnee stecken und konnte weder auf- noch absteigen. Gegen 17 Uhr setzte er einen Notruf bei der Leitstelle Traunstein ab.

Die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 14 nahm am Flatscherreindl im Nonner Unterland einen Bergretter auf und begann die Suche aus der Luft. Der Mann konnte schließlich rund 200 Höhenmeter unterhalb des Fuderheustein-Kreuzes in der Talreiße nordöstlich oberhalb der verfallenden Gablerhütte lokalisiert werden.

Ein Bergretter der Bergwacht Bad Reichenhall wurde per Winde abgesetzt, sicherte den Verstiegenen und bereitete die Bergung vor. Anschließend wurden beide per Tau aus dem Gelände ausgeflogen und ins Tal gebracht.

Der 44-Jährige blieb unverletzt und konnte im Tal von Angehörigen abgeholt werden. Acht Bergretter waren rund eineinhalb Stunden im Einsatz.

<p>Rettungshelikopter im Einsatz</p>

Rettungshelikopter im Einsatz

© BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

Der Fuderheuberg bei Bad Reichenhall

Der Fuderheuberg (ca. 1.300 m) ist ein eher unscheinbarer, aber landschaftlich reizvoller Voralpengipfel im Lattengebirge oberhalb von Bad Reichenhall. Klassische Zustiege führen aus dem Nonner Unterland über Forststraßen und markierte Steige in Richtung Flatscherreindl und weiter zum Fuderheustein-Kreuz. Die Wege sind überwiegend unschwierig, aber stellenweise schmal und wurzelig und verlaufen durch dichten Wald.

Abseits dieser markierten Routen wird das Gelände jedoch schnell unübersichtlich: Zahlreiche Gräben und sogenannte Talreißen ziehen sich steil durch den Berg und können – besonders bei Schnee oder Nässe – zu heiklen Passagen werden. Eine klare Wegführung fehlt dort meist. Wer die markierten Wege verlässt, gelangt rasch in abschüssiges, absturzgefährdetes Gelände, das nur schwer wieder zu verlassen ist.

<p>Der Fuderheuberg bei Bad Reichenhall (Symbolbild, keine aktuellen Verhältnisse)</p>

Der Fuderheuberg bei Bad Reichenhall (Symbolbild, keine aktuellen Verhältnisse)

© pa / Shotshop / ROHA-Fotothek Fürmann

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