Lawinenabgang nahe Vernagthütte: Zwei Alpinisten schwer verletzt
Am 07. April 2026 sind im Gebiet der Vernagthütte in den Ötztaler Alpen zwei Alpinisten bei einem Lawinenabgang schwer verletzt worden. Die beiden Männer im Alter von 48 und 50 Jahren gehörten zu einer vierköpfigen französischen Seilschaft, die im hochalpinen Gelände unterwegs war.
Gegen 14:20 Uhr löste sich eine Schneebrettlawine und erfasste zwei Mitglieder der Gruppe. Die Männer wurden rund 50 Meter über sehr steiles, felsdurchsetztes Gelände mitgerissen und stürzten in weiterer Folge ab. Sie wurden aus purem Glück nicht von dem Schneebrett verschüttet, erlitten jedoch schwere Verletzungen – eine der beiden Personen schwebt in Lebensgefahr.
Seilverbindung reißt bei Lawinenabgang
Die erfahrene und gut ausgerüstete Gruppe war zum Zeitpunkt des Unglücks mit einem Halbseil verbunden. Dieses dürfte im Zuge des Lawinenabgangs an einem Felsen gerissen sein. Die beiden unverletzten Begleiter reagierten umgehend, setzten einen Notruf ab und stiegen zu den Verunglückten ab.
Die Bergung der Verletzten erfolgte per Hubschrauber. Die Notarzthubschrauber "Alpin 2" und "Martin 8" flogen die beiden Alpinisten in das Krankenhaus nach Zams. Die unverletzten Mitglieder der Gruppe wurden vom Polizeihubschrauber "Libelle" geborgen. Neben den Flugrettungen standen die Bergrettungen Kaunertal und Innerpitztal, mehrere Lawinenhundeteams der Bergrettung Tirol sowie die Alpinpolizei im Einsatz.

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